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Aalangeln in deutschen Gewässern

Der Aal (Anguilla anguilla) ist ein beliebter Speisefisch. Aale leben in den verschiedensten Gewässern weltweit. Zur Laichzeit wandern sie zum Sargassosee nähe der Bahamas, wo sich das Fortpflanzungsgeschäft noch voller Rätsel und Geheimnisse abspielt. Im Frühjahr kommen die geschlüpften Larven aus der Tiefe in die oberen Wasserschichten. Sie sind nur fünf bis sieben Millimeter lang und haben ein glashelles Aussehen. Von dem Golfstrom erfasst, beginnen die europäischen Glasaale ihre Reise quer über den Atlantik, hin zu den Aufenthaltorten, wo die Elterntiere herkamen. Für die gesamte Reise benötigen sie ungefähr drei Jahre. Ihr Wachstum hängt stark von der Wassertemperatur und vom Nahrungsangebot ab. Eine Anzahl der Jungaale bleibt in den Küstenregionen wo die heranwachsen, während andere in die Flüsse hinaufziehen. Ein Teil der Glasaale entwickeln sich zum Spitzkopfaal, der sich in erster Linie von Insektenlarven, Würmern, Pflanzen und Schnecken ernährt. Der Breitkopfaal wird auch als Raubaal bezeichnet, der Fischlaich, kleine Fischen und Krebse als Nahrung aufnimmt, schneller abwächst und wesentlich größer wird als der Spitzkopfaal.

Aalangeln

Erfolgreiches Aalangeln mit Lockstoffen

Es bieten einige Hersteller auch Lockstoffe für das Aalangeln an. Gute Lockstoffe sind Düfte, die nach Meeresfischen, Muscheln oder Krebsen riechen. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, die Geruchstoffe auf die Hakenköder aufzutragen. Es gibt kleine Sprühflaschen mit denen man den Lockstoff gleichmäßig auf den Köder aufsprühen kann. Die andere Alternative ist, den Köder vor dem Angeln für mehrere Stunden in einen Dip einlegen. Bei dieser Variante dringt die Flüssigkeit in den Köder ein und die Lockwirkung hält im Wasser länger an. Dann kann man noch ein Lockstoffblei mit zwei Kammern verwenden. Diese zwei Kammern werden mit Geleekapseln bestückt. Die Kapseln werden wiederum mit einem Gummi am Blei befestigt. Mit eine Injektionsnadel füllt man den Lockstoff in die Kapseln ein. Sie lösen sich dann im Wasser auf und eine Lockstoffwolke umgibt den Hakenköder, den kein Aal wiederstehen kann. Nach zirka einer Stunde müssen die Geleekapseln erneuert werden.

Die besten Fangzeiten der Aale

Angelpraxis: Die besten Fangzeiten der Aale sind bekannterweise in den Monaten Mai bis September, bei schwülen und warmen Nächten mit bedeckten Himmel. Eine kräftige Grundangel mit Lochblei, dessen schwere sich nach der Strömung richtet, bestückt mit einem Tauwurm, oder mit einem toten Köderfisch, ist besonders gut zum Aal angeln geeignet. Ob man mit einem elektrischen Bissanzeiger oder mit einer manuell angebrachten Glocke an der Rutenspitze befestigt angelt, bleibt dem Angler überlassen. Ein großer Kescher ist eine Voraussetzung für die sichere Landung eines Raubaales. Aale bis eineinhalb Pfund kann man bedenkenlos aus dem Wasser herausheben. Wenn man einen Aal waidgerecht tötet, sollte man darauf achten, dass man kein Aalblut in Augen oder Schleimhäute bekommt. Aalblut enthält ein Nervengift (Ichthyotoxin), dass zu Lähmungserscheinigungen oder Erbrechen führen kann.

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