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Casting - Der Wurfsport der Angler

Eine der erfolgreichen Traditionen im Deutschen Angel Verband

Der Casting-, oder auch Turnierangelsport genannt, ist das Ziel- oder Weitwerfen mit dafür speziell geschaffenen Angelgeräten auf einem Rasenplatz. Casting wird heute weltweit als Leistungssport "Angler für Angler" betrieben.

Ende des 19. Jahrhunderts fanden in Amerika (1864 erstes offizielles Wurfturnier) und später in England die ersten Veranstaltungen im Angelwurfsport statt. Das erste deutsche Wurfturnier fand 1923 in Berlin statt. Mitte des 20. Jahrhunderts wurden dann die ersten Welt- und Europameisterschaften im Castingsport ausgetragen. Die erste Weltmeisterschaft fand 1957 in Kiel mit 12 teilnehmenden Nationen statt. Die erste Weltmeisterschaft des Weltanglerverbandes (C.I.P.S.) wurde 1960 in Krakow ausgerichtet.

Der Deutsche Anglerverband nahm nach seiner Gründung im Jahre 1954 regelmäßig bis 1974 an allen Kontinental- und Erdteilmeisterschaften teil. Unsere Caster bestimmten von Anfang an das Weltniveau in dieser Sportart mit. Von 1975 bis 1988 untersagte die damalige DDR-Regierung aus sportpolitischen Gründen einen Start der DAV-Sportler bei Welt- und Europameisterschaften. Erst 1989 konnten unsere Sportler bei den Europameisterschaften in Oslo an den Start gehen. Mit den dort erzielten Erfolgen wurde nahtlos wieder der Sprung zur absoluten Weltspitze vollzogen.

Die entscheidende Voraussetzung dieser Erfolge war und is eine breite Jugendarbeit in den Vereinen und Landesanglerverbänden unter Anleitung qualifizierter Trainer und Übungsleiter. Die erfolgreichsten Castingsportler sind: Helga Trantow (geb. 1932) Jana Maisel (geb. 1963) Thomas Trampe (geb. 1966)

Helga Trantow begann ihre Casting-Karriere unter dem Namen Wischer. Vielen Eingeweihten ist auch noch ihr Doppelname Wischer-Rudolph gut bekannt. Sie gewann zwischen 1960 und 1964 bei fünf Weltmeisterschaften 32 Goldmedaillen, davon drei im Mannschaftswettkampf. Dazu kamen fünf Silber- und neun Bronzemedaillen. In diesem Zeitraum stellte Helga Trantow neun Weltrekorde und 16 Weltbestleistungen auf. Bei den Europameisterschaften 1959 in der Schweiz gewann sie alle fünf zu vergebenden Titel. Allein 86 Goldmedaillen errang sie bei DDR- und Deutschen Meisterschaften. Ihre großen Erfolge führten im Jahre 1997 zu einer Eintragung ins GUINNES Buch der Rekorde(erschienen in der Ausgabe 1998 auf Seite 303). Auch heute noch ist Helga Trantow dem Castingsport sehr verbunden und gibt ihr Können an Kinder und Jugendliche ihrer Mecklenburger Heimat weiter. Am 15. Mai 2004 übergab sie aus Anlass des 50. DAV-Gründungsjubiläums ihre "Weltmeisterruten" an den DAV.

Jana Maisel gewann von 1990 bis 2002 bei elf Welt- und Europameisterschaften insgesamt 66 Titel, 12 Silber- und zehn Bronzemedaillen. Sie errang bei den Weltmeisterschaften 1990, 1992, 1996, 1998 2000 und 2002 insgesamt 36 WM-Titel, sechs Silber- und vier Bronzemedaillen. Bei den Europameisterschaften 1991, 1995, 1997,1999 und 2001 gewann sie 30 EM-Titel, sechs Silber- und sechs Bronzemedaillen. In den Jahren 1993 und 1994 blieb Jana Maisel eine Teilnahme an Welt- und Europameisterschaften verwehrt. Von 1990 bis 2002 stellte sie 16 Weltrekorde auf. Zur Zeit ist sie die Weltrekordlerin in den Disziplinen Fünfkampf, Allround und Multi-Weit Zweihand 18g. In den Jahren 2000, 2001 und 2002 gewann Jana Maisel die Gesamtwertung im Europacup der Damen mit der maximalen Punktzahl von 80 Punkten. Bei DDR- und Deutschen Meisterschaften errang sie über 150 Goldmedaillen. Von 1996 bis 1999 gewann sie viermal in Folge den Internationalen Messepokal im Supercasting in Leipzig. Nicht zuletzt erkämpfte Jana Maisel in den letzten Jahren den "Großen Preis" von Österreich, der Schweiz, von Tschechien, Polen, der Slowakei, Schweden und Norwegen. Damit ist sie die erfolgreichste Castingsportlerin der Welt. Aus diesem Grunde wurde sie 1996 vom Bundespräsidenten Roman Herzog mit dem Silbernen Lorbeer ausgezeichnet. Im Jahre 1999 erhielt sie die höchste Auszeichnung unseres Verbandes - das Ehrenzeichen des DAV. Am 24. März 2004 erhielt Jana Maisel im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin ihr GUINNESS-Zertifikat als die weltbeste Angelsportlerin.

Thomas Trampe gewann von 1989 bis 2000 bei neun Welt- und Europameisterschaften insgesamt fünf Titel, elf Silber- und zehn Bronzemedaillen. Er errang bei den Weltmeisterschaften 1990, 1992, 1994, 1998 und 2000 fünf WM-Titel, sieben Silber- und fünf Bronzemedaillen. Bei den Europameisterschaften 1989, 1991, 1995 und 2000 gewann er 4 Silber- und fünf Bronzemedaillen. Ein Start bei den Europameisterschaften 1993 wurde ihm verwehrt. Thomas Trampe gehörte gemeinsam mit Kathrin Ernst und Klaus Bachmann zu den Castingsportlern, die den DAV nach 15 Jahren Zwangspause bei den Europameisterschaften 1989 in Oslo erstmalig wieder vertreten haben. Er siegte bei mehreren Europacup-Turnieren sowie beim "Großen Preis" von Österreich, Tschechien, Slowenien und Polen. Bei DDR- und Deutschen Meisterschaften errang er über 100 Medaillen. Auf Grund dieser Leistungen wurde Thomas Trampe im Jahre 2000 mit der Ehrenspange des DAV ausgezeichnet. Weiterhin wurden seine sportlichen Erfolge mit einer Eintragung in das Ehrenbuch des LSB Sachsen-Anhalt sowie mit der Ehremitgliedschaft im LAV Sachsen-Anhalt gewürdigt.

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