Der Wattwurm ein Köder zum Meeresangeln

Wattwurm

Das Brandungsangeln ohne Wattwürmer ist undenkbar.

An der Wattoberfläche verraten sich Wattwürmer durch ein geringelte Schlickhäufchen. Ist das Watt trocken gefallen, sucht man sich die dicksten Kringel für einen großen Wattwurm aus und gräbt mit einer Grabeforke oder Spaten das Tier in der etwa 30 cm tiefen Wohnröhre aus. Zum Angeln steht der Wattwurm für das Meeresangeln an erster Stelle. Wattwürmer kaufen kann man in vielen norddeutschen Angelläden.

Wattwurm als Angelköder ist nur begrenzt haltbar

Wattwürmer sind für unsere Meeresfische zum Fressen sehr begehrt und haben in der Haltbarkeit gewisse Nachteile. Werden sie in einem Klumpen aufbewahrt, verwandeln sich die Würmer in etwa drei Tagen zu einer stinkigen Wattwurm-Soße um. Der Wattwurm scheidet im Pulk ein Sekret aus, dass er zur Stabilisierung seiner Wohnröhre benötigt und damit zersetzt er sehr schnell seine Artgenossen. Wattwürmer können im Urlaub zum Meeresangeln in Zeitungs- oder Haushaltspapier in einer Zigarrenkiste mit Meerwasser befeuchtet ca. 10 Tage haltbar aufbewahrt werden. Die Würmer dürfen sich allerdings nicht berühren.

Der Tauwurm ist eine Alternative zum Wattwurm, um Fische zu fangen

Der Tauwurm ist unsere größte Wurmart, der eine Länge von 12 bis 30 cm erreichen kann. Den Wurm erkennt man an sein rötliches Vorderteil und blasses Hinterteil mit borstigen Schwanzende. Die Würmer kann man zum Angeln auf regennassen Rasenflächen mit einer Taschenlampe fangen. Man muss sich leise an die Tauwürmer heranpirschen und blitzschnell das Schwanzende auf Spannung halten. Nach kurzer Zeit spürt man, wie der Widerstand nachlässt, dann den Zug leicht verschärfen und den Wurm aus seiner Erdhöhle ziehen. Tauwürmer hältern ist nicht schwierig und ist über Monate möglich. Der Tauwurm ist ein Allrounder, mit dem man nahezu alle Fischarten fangen kann.

Foto: Von a.froese – cc