Die Zander Laichzeit

Jungfische

Jungfische

Wenn das Wasser im April oder Mai auf zehn Grad ansteigt, kommen die Zander in Laichstimmung. Die Lachzeit der Raubfische kann sich bis in den Juni hinziehen. Die schlanken Milchner suchen in flacherem Wasser, meist in Ufernähe, einen geeigneten Laichplatz. Der Gewässergrund muss hart sein. Kommen dann noch Steine, Wasserpflanzen, Wurzeln oder versunkenes Astwerk vor, ist das die optimale Stelle. Durch Schlagen mit der Schwanzflosse über dem Grund wird der gewählte Laichplatz gründlich gereinigt. Dabei entsteht meist eine tellerförmige Vertiefung. Das Zandernest ist damit vorbereitet. Der Durchmesser der Vertiefung entspricht in etwa der Körperlänge des Milchners. Man kann also anhand der Mulde auf die Größe des Zanders schließen.

Die Zander Laichzeit beginnt im Frühjahr

Zur Fortpflanzung versucht das Männchen, ein Weibchen zum Nest zu locken. Gelingt dies, steht das Paar über dem Nest. Beim Laichspiel drehen sich die umeinander. Es kann bis zu zwei Stunden dauern, bis die Eiablage und die Besamung erfolgt ist. Die relativ kleinen Eier, meist sind es bis zu 200.000, die in der Mulde verteilt werden. Die Eier bleiben an den Steinen oder an den Pflanzenteilen kleben. Danach ist die Arbeit des Zander-Weibchens getan.

Das Zander-Männchen bleibt am Gelege bis zum Schlüpfen der Brut nach etwa ein bis zwei Wochen. Während dieser Zeit fächelt es mit den Brustflossen frisches Wasser ins Nest und verbessert damit die Sauerstoffversorgung des Nachwuchses. Eindrinlinge oder Laichräuber attackiert das Männchen äußerst energisch. Sobald die Larven fress- und schwimmfähig sind, formieren sie sich in kleinen Schwärmen. Nach gut vier Wochen ist die Entwicklung abgeschossen und die Jungzander müssen sich, je nach Geschlecht, drei bis fünf Jahre als Räuber bewähren, bevor sie selbst fortpflanzungsfähig sind.

Foto: Dorit Mundt – cc