Der Bitterling - kleinster Karpfenfisch wurde zum Fisch des Jahres 2008 gekürt
Der Verband der Deutschen Sportfischer (VDSF) hat den Bitterling (Rhodeus sericeus amarus), der vom Aussterben bedroht ist, zum Fisch des Jahres 2008 ernannt. An der Wahl beteiligten sich außerdem das Bundesamt für Naturschutz (BfN), das Österreichische Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz ( ÖKF) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST). Die Jury wollte gleichzeitig auch auf die Gefährdung des Ökosystem Wasser hinweisen, dass der Lebensraum für Tiere und Pflanzen unter dem Gesichtspunkt Natur- und Umweltschutz nicht isoliert voneinander betrachtet werden dürfte. Der Bitterling wird nur sechs bis neun Zentimeter groß und ernährt sich hauptsächlich von Pflanzen. Er lebt in Teichen und liebt langsam fließende Gewässer. Er ist in Mittel- und Osteuropa beheimatet und in Deutschland eher selten anzutreffen.
Eine außergewöhnliche Fortpflanzung des Bitterlings hat dazu geführt, dass er auf der Liste der vom Aussterben bedrohter Tiere nominiert wurde. Die Kleinfischart ist auf Fluss- oder Teichmuscheln angewiesen. Hat ein laichfähiges Bitterlingspaar ein Muschel gefunden, wird auf das Luftholen der Muschel gewartet, die dann ihre Schalenklappen etwas erweitern muss. Jetzt legt das Weibchen mit ihrer Legeröhre durch die Atemöffnung ein paar Dutzend Eier ab, die dann in den Kiemenraum der Muschel aufgenommen werden. Anschließend gleich darauf schwimmt das Männchen über die Atemöffnung der Muschel und stößt eine Spermawolke darüber aus, die bei dem nächsten Atemzug eingesogen wird. Aus den befruchteten Eiern schlüpfen dann in drei Wochen die Jungfische geschützt heran.
Die Muschel nutzt diese Fortpflanzungsstrategie ebenfalls aus, indem ihre schwimmunfähigen Larven sich an die Brut heften und so nach deren verlassen in andere Lebensräume gelangen.







15. November 2007 um 15:17
Der Beitrag kommt mir sehr bekannt vor, muss ich sagen….
5. Juni 2009 um 10:19
Bitterlinge sind auch sehr schön als Teichfische geeignet. Dank Ihrer geringen Größe benötige sie nicht allzuviel Platz und sie sehen toll aus. Vielleicht hilft das ja dem Aussterben entgegenzuwirken.