Bestand von Bodensee-Felchen werden durch Berufsfischer gesichert
Am 09.12.2007 haben die Fischereiaufseher den Berufsfischern vom Bodensee die Erlaubnis erteilt, auf Felchenlaichfang zu gehen. Mit ausgebrachten 100 Meter Bodennetzen (Stellnetze), die 2 Meter hoch sind und in 15 – 25 Metern Tiefe liegen, werden laichfähige Felchen gefangen. Diese Probefänge können drei bis zehn Tage dauern, weil auch die Experten keine genaue Dauer der Laichzeit vorhersagen können.
Die Fischer streifen die Fischeier vom Rogner-Weibchen mit sanftem Druck ab und befruchtet diese mit dem Samen der Milchner-Männchen. Der befruchtete Laich geht an die Fischzuchtanstalt Rorschach und wird dort dem Leiter, Hans-Rudolf Wasern, übergeben. Dort wird der Laich gehegt und gepflegt bis die winzige Jungbrut schlüpft. Dann werden sie möglichst früh in die Natur entlassen, damit sie schnell lernen sich in ihrem natürlichen Lebensraum zurechtzufinden.
Für diese zusätzliche Fangerlaubnis sind die Berufsfischer dankbar, weil die Bestände der Felchen (Maräne) in den letzten Jahren stark zurückgegangen sind. Durch diese Aktion hoffen die Berufsfischer, dass sie ihren Beruf auch noch in 20 Jahren ausüben können.
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