Bedrohung der Dorschbestände durch Rippenquallen
Seit Jahren gehen die Dorschbestände in der Ostsee zurück. Jetzt kommt eine neue Gefahr durch Rippenquallen (Mnemiopsis leidyi) hinzu, die bis zu 10 Zentimeter groß werden können. Diese leuchtenden Quallen sind normalerweise vor der nordamerikanischen Ostküste beheimatet. Sie wurden vermutlich als blinde Passagiere durch Ballastwasser in unsere Gewässer eingeschleppt. Rippenquallen leben räuberisch und haben es auf Dorscheier abgesehen.
Im Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-Geomar) haben Forscher im Bornholmer Becken Proben von Planktonorganismen entnommen. Als die Meeresbiologen in den Rippenquallen Dorscheier entdeckt haben, ist ihnen klar geworden, welche Auswirkungen dieser Organismus auf das gesamte planktische Ökosystem der Ostsee haben könnte. Die Forscher sehen sich im Verdacht bestätigt, dass Rippenquallen einen Einfluss auf das Überleben der Fische in den frühen Lebensstadien haben.
