Koalitionsfraktionen wollen Ostsee zum saubersten und sichersten Meer Europas machen
Bis zum Jahr 2015 soll die Ostsee sauberer und sicherer werden. Das Ökosystem wird durch Abwässer auch aus dem küstenfernen Oststaaten belastet. Eine andere große Gefahr geht von dem zunehmenden Öltankerverkehr aus. Selbst Terroranschläge im Seegebiet der Ostsee halten die Sicherheitsexperten für denkbar.
Die Überfischung ist ein großes Problem. Im Moment werden 50% mehr gefischt als erlaubt ist. Hinzu kommt, daß über die Flussgewässer, bedingt durch die Landwirtschaft und Industrie, Nährstoffe in die Ostsee eingeleitet werden. Dadurch wird der Sauerstoffgehalt in der Ostsee verringert, was zu einem Fischsterben führen kann. Da die Ostsee kein Wasseraustausch hat, ist sie dafür besonders gefährdet.
Ende August tagt zum erstenmal eine Ostseeparlamentarierkonferenz unter dem Vorsitzenden Franz Thönnes (SPD) mit dem Schwerpunkt: Wasserverschmutzung durch Wassereinleitungen. Die Sorge um weitere Verschmutzung der Ostsee ist groß, gerade auch durch das Wirtschaftswachstum der Osterweiterung. Hier können wir jetzt besser reagieren, sagt der Vorsitzende Franz Thönnes, z.B. mit Finanzierungen von Klärwerken.
Die Meeresfachleute von SPD und Union fordern eine Lotsenpflicht für Öltanker und Schiffe mit gefährlicher Ladung. Doppelhüllentanker sind in Deutschland schon Standard. In Russland werden diese Sicherheitsaspekte jedoch noch nicht so stark beachtet.
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Foto: Angelika Braun

