Aal zum Fisch des Jahres 2009 gekürt
Der Aal (Anguilla anguilla) wurde vom Verband Deutscher Sportfischer (VDSF), das Österreichische Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF), das Bundesamt für Naturschutz (BfN), vom Schweizerischen Fischereiverband (SFV) und vom Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) gemeinsam zum Fisch des Jahres 2009 auserwählt.
Über diesen außergewöhnlichen Fisch weiß man über seine Fortpflanzung sehr wenig. Fakt ist, dass die Aalbestände im gesamten Verbreitungsgebiet besorgniserregend zurück gegangen sind. In Deutschland wird schon seit 1998 auf der roten Liste gefährdeter Arten von den Fischereiverbänden darauf hingewiesen, dass in den Lebensräumen von Europa das Aalvorkommen dramatisch rückläufig ist. Aale leben im Süßwasser und ziehen im Alter von 5-15 Jahren zum Laichen in die Sargassosee, ein relativ ruhiger Teil des Atlantiks, nahe der Westindischen Inseln. Eine Reise, von der sie allerdings nicht lebend zurückkehren, da sie nach dem Laichen absterben.
Drei Jahre brauchen die sog. Weidenblattlarven dann, um in unsere Küstengewässer und zu den Flüssen zu treiben, wo sie sich dann in durchsichtige Glasaale verwandeln. Im Laufe der Lebenszeit bekommen sie je nach gewissen Fressstadien ihre typisch gelbliche Färbung. Aale ernähren sich von Kleintieren, Würmern, Larven, Krebsen und kleinen Fischen. Nach etwa sechs bis zwölf Jahren wachsen sie zu Gelbaalen heran und sind geschlechtsreif. Zur Paarung wandern sie (jetzt Blankaale genannt) ca. tausend Kilometer zu ihrem Geburtsort in die Sargassosee zum Ablaichen zurück.
Das die Aale in ihren Beständen akut bedroht sind, dafür gibt es eine ganze Reihe von Ursachen. Der Aal ist ein umherziehender Wanderfisch und wird daher durch Wasserkraftwerke und Verbauung von Gewässern mit unüberwindlichen Hindernissen eingeschränkt. Bei seiner Rückwanderung zu seinen Laichgebieten, sind oft nur Wege durch die Turbinenschächte möglich, wobei die Aale dann abhängig vom Turbinentyp vielfach getötet oder schwer verletzt werden. Da der Aal ein wohlschmeckender Edelfisch ist, ist die Dezimierung durch die weltweite Nachfrage mit ausschlaggebend. In anderen europäischen Ländern werden Glasaale in Massen gefangen und in Fischkonserven von Händlern verkauft. Ebenso werden Glasaale an asiatische Länder für die Aalmast zu lohnenden hohen Preisen vermarktet.







5. November 2008 um 18:09
Aussterben der Aale!
Dazu möchte ich darauf hinweisen, dass man die Aale durch Schonzeiten schützen kann. Auch das Fangen von Glasaalen muss unbedingt verboten werden. Weiterhin sollte man die Blankaale im Herbst unbehelligt zu den Laichplätzen ziehen lassen. Die Aale werden nämlich von den Berufsfischern in den großen Flüssen mit weiträumigen Aalschockern (Reusen) für das Weihnachtgeschäft im großen Stil getötet und geräuchert. Wenn diese Vorschläge schnell in der Tat umgesetzt werden, könnte man den Aal vor dem Aussterben retten und der Bestand würde sich erholen. Die Angelvereine, Verbände und die Politik sollten sofort dazu Maßnahmen ergreifen und handeln.
8. Januar 2009 um 22:19
Bei den Bivy-Piraten, einer ortsansässigen Karpfenangler-Group gibts auch nen Aalangler, der releast. Gibts da eigentlich ne richtige Scene für?
Gruß Mario