Archiv für ‘Hobby Angeln News’


veröffentlicht: 7. September 2007

Island will den Walfang einstellen

Der isländische Fischereiminister kündigte an, keine Fangquoten für die kommerzielle Jagd auf Wale mehr zu erlauben. Das plötzliche Umdenken des Ministers: Walfang lohnt nicht mehr und es existiert kein Markt mehr. Island spekulierte auf den Export, dass Walfleisch nach Japan zu verkaufen, aber dort wollte es niemand mehr haben. Jetzt lagern sogar Tausende von Tonnen in Japans Kühlhäusern und werden zu Hundefutter verarbeitet. In den Gourmet-Restaurants Japans werden anderseits für Gerichte mit Walfleisch sehr hohe Preise verlangt. Japan hat jedoch bedenken, dass Walfleisch aus Island mit Umweltgiften belastet ist.

Island hat im letzten Jahr von den 30 genehmigten Minke- und Finnwalen nur 7 getötet. Die Laborergebnisse von Tests auf Schadstoffbelastungen des Fleisches wurden nicht veröffentlicht, dass keine gute Voraussetzung ist, um aus der Vermarktung der Tiere Kapital zu schlagen.
Neben der kommerziellen Waljagd hatte sich die isländische Regierung außerdem eine Zweijahres-Quote für den so genannten wissenschaftlichen Walfang verordnet. Die wissenschaftliche Jagd auf Wale ist aufgrund einer Sonderklausel der Internationalen Walfangkommission (IWC) leider immer noch nicht verboten. Doch auch die wissenschaftliche Quote von 200 Walen für die Jahre 2003 bis 2005 wurde bis heute nicht ausgeschöpft.

Die Entscheidung des Fischereiministers, keine neuen kommerziellen Quoten zu erlassen, ist zwar ein Anfang, aber ein endgültiges Verbot des Walfangs muss her! Dass keine Notwendigkeit für wissenschaftlichen Walfang besteht, bestätigt auch das wissenschaftliche Komitee der IWC.

Allerdings boomt der Markt für Whale-Watching: Weltweit werden mit Wal-Safaris über 1 Milliarde Euro verdient. Alleine in Island könnte man damit über 100 Millionen Euro jährlich verdienen. Diese Summe käme zustande, wenn ca. 4,5 Prozent aller Greenpeace-Förderer weltweit Island bereisen würden. Voraussetzung dafür wäre natürlich die Einstellung der Waljagd.

veröffentlicht: 6. September 2007

Krebsgift in Fischen festgestellt

Ab sofort wurde am Saaneufer bei Freiburg auf einer Strecke von 40 Kilometern ein Angelverbot ausgesprochen. Bei einigen Fischen, die bei Anglern sehr begehrt sind, wurde im Fleisch ein großer Anteil des krebserregenden Umweltgifts PCB festgestellt. Wie die Kantonsregierung bekannt gab, sollen die Gifte aus der Mülldeponie bei Hauterive stammen. In den 50er und 70er-Jahren wurden aus Unwissenheit die Überprüfungen ausgelassen, weil es auch damals keine dementsprechenden Vorschriften gab, so der Staatsrat Pascal Corminboeuf.

Das Fischen an den betroffenen Stellen der Saane mit dem Nebenfluss Ärgera wird erst einmal bis zum Ende dieses Jahres bestehen bleiben. Die weiteren Testergebnisse werden dann entscheiden, wie weiter verfahren werden soll. Jetzt sollen auch weitere Deponien auf gefährdete Gifte untersucht werden.

veröffentlicht: 28. August 2007

Kein Leben auf dem Ostseegrund – Todeszonen breiten sich aus

Die größte Todeszone in der Ostsee gibt es laut den Meeresbiologen direkt vor unserer Haustür. Dort wurde ein großes Gebiet von 13 000 Quadratkilometer (etwa so groß wie Hessen) als lebensfeindlich festgestellt. Die Meeresökologen hatten eine noch größere Unterwassertodeszone befürchtet. Dieses Phänomen ist mittlerweile weltweit zu beobachten. Auf dem Meeresgrund ist der Sauerstoffgehalt so gering, dass keine Organismen  mehr überleben können.

Viele Unterwasserwüsten entstehen nur in den heißen Sommermonaten, die sich dann aber durch Herbststürme mit sauerstoffreichem Meerwasser bis auf dem Grund wieder vermischen und regenerieren. Nicht so die Ostsee, hier ist der Bestand ganzjährig, da sie einem Binnenmeer ähnelt und keinen Wasseraustausch mit anderen Ozeanen hat. Am Meeresboden werden Fische, Muscheln und Krustentiere durch Sauerstoffmangel erbarmungslos getötet. Weiterhin werden Unterwasser-Biotope (Seegraswiesen) vernichtet, so dass keine Meeresbrut mehr geschützt heranwachsen kann.

Die Ursachen sind bekannt und ähneln sich im Wesentlichen, mit den Problemen der anderen Meere. So kommt Gülle aus Massentierhaltungen in die Flüsse und werden ins Meer gespült. Ungeklärte Abwässer und große Mengen an Düngemitteln von bewirtschafteten Feldern gelangen ebenfalls ins Meer. Dann kommen noch Rückstände aus der Verbrennung von fossilen Kraftstoffen hinzu, die aus der Luft herabschweben. Diese enthalten Stickstoff und Phosphor, die Nährstoffe für die Organismen wie Algen oder Cyanobakterien sind. Durch das Überangebot der Nährstoffe wird Phytoplankton explosionsartig zum Blühen gebracht. Die abgestorbenen Einzeller sinken nach der Blüte in die Tiefe und verursachen einen Gärungsprozess, wodurch dem Wasser der Sauerstoff entzogen wird und zusätzlich Schwefel freigesetzt wird.

veröffentlicht: 20. August 2007

Angel-Konflikt am Lachsfluss Tana

Am Tana, dem Grenzfluss zwischen Norwegen und Finnland bekämpften sich norwegische Lachsangler und samische Fischer. Der Fluss ist unter Anglern als einer der besten Lachsflüsse des Nordens bekannt. Wegen unklarer Grenzverläufe im Mittelfluss bewarfen sich anfang Juli beide Parteien mit Steinen, es wurde mit Messern gedroht und sogar Boote gerammt.

Die norwegischen Rutenangler fischten vom Ufer aus und wurden immer wieder von den finnischen Fischerbooten bedrängt. Wegen Sprachbarrien kam es dann zu den nicht schönen Wutausbrüchen.

veröffentlicht: 19. August 2007

Koalitionsfraktionen wollen Ostsee zum saubersten und sichersten Meer Europas machen

Bis zum Jahr 2015 soll die Ostsee sauberer und sicherer werden. Das Ökosystem wird durch Abwässer auch aus dem küstenfernen Oststaaten belastet. Eine andere große Gefahr geht von dem zunehmenden Öltankerverkehr aus. Selbst Terroranschläge im Seegebiet der Ostsee halten die Sicherheitsexperten für denkbar.

Die Überfischung ist ein großes Problem. Im Moment werden 50% mehr gefischt als erlaubt ist. Hinzu kommt, daß über die Flussgewässer, bedingt durch die Landwirtschaft und Industrie, Nährstoffe in die Ostsee eingeleitet werden. Dadurch wird der Sauerstoffgehalt in der Ostsee verringert, was zu einem Fischsterben führen kann. Da die Ostsee kein Wasseraustausch hat, ist sie dafür besonders gefährdet.

Ende August tagt zum erstenmal eine Ostseeparlamentarierkonferenz unter dem Vorsitzenden Franz Thönnes (SPD) mit dem Schwerpunkt: Wasserverschmutzung durch Wassereinleitungen. Die Sorge um weitere Verschmutzung der Ostsee ist groß, gerade auch durch das Wirtschaftswachstum der Osterweiterung. Hier können wir jetzt besser reagieren, sagt der Vorsitzende Franz Thönnes, z.B. mit Finanzierungen von Klärwerken.

Die Meeresfachleute von SPD und Union fordern eine Lotsenpflicht für Öltanker und Schiffe mit gefährlicher Ladung. Doppelhüllentanker sind in Deutschland schon Standard. In Russland werden diese Sicherheitsaspekte jedoch noch nicht so stark beachtet.

veröffentlicht: 18. August 2007

Sensationeller Fang vor der Insel Sulawesi

Einem indonesischen Fischer (Justinus Lahama) ist ein Meeres-Quastenflosser (Coelacanthimorpha) ins Netz gegangen. Diese Urfischart hielt man lange Zeit für ausgestorben, zusammen mit den Dinosauriern der Kreidezeit. Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft leben diese Exoten über 360 Millionen Jahre mit wenig Änderungen. Nach Überlegung des Fischers, den Fang der Wissenschaft zu schenken, ist dieses eine wertvolle Bereicherung.

Der urige Fisch wurde vor der indonesischen Insel Sulawesi lebendig am 22. Mai in Küstennähe in ca. 100 m Tiefe gefangen. Der Dino-Fisch wog 50 kg und hatte eine Körperlänge von 1,30 Meter. Eine halbe Stunde dauerte es, bis man den Fisch mit Leinen an Bord des Kanus gehievt hatte. Er hatte leuchtende grüne Augen und Beine und sah sehr hässlich aus, sagte Lahama. Wenn ich ihn bei Nacht gefangen hätte ich ihn wohl vor Schreck zurück geworfen.

Dieser Quastenflosser ist das zweite Exemplar, dass in Asien lebendig gefangen wurde. Da der Fisch noch 17 Stunden in einem Bassin überlebt hatte, wurden von ihm wichtige Videoaufnahmen gemacht. Der Fisch wurde für weitere wissenschaftliche Erkenntnisse eingefroren. Es ist erstaunlich, dass der Fisch in so einer geringen Tiefe ins Netz gegangen war. Bislang nahm man an, dass sie nur in 200 m – 1000 m Tiefe anzutreffen sind.

Nach Ende der wissenschaftlichen Untersuchungen soll der Ur-Fisch präpariert und ausgestellt werden.

veröffentlicht: 13. August 2007

Hallo Hobby Angler!

Dies ist unser neuer Hobby-Angeln Blog! Der Blog dient als Ergänzung zu unserer Webseite hobby-angeln.com. Hier werden wir für Euch News, Infos über neue Produkte und Termine rund ums Thema Angeln veröffentlichen.

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