Angel News


veröffentlicht: 28. August 2007

Kein Leben auf dem Ostseegrund – Todeszonen breiten sich aus

Plattfisch auf Meeresgrund Ostsee

Plattfisch auf Meeresgrund Ostsee

Die größte Todeszone in der Ostsee gibt es laut den Meeresbiologen direkt vor unserer Haustür. Dort wurde ein großes Gebiet von 13 000 Quadratkilometer (etwa so groß wie Hessen) als lebensfeindlich festgestellt. Die Meeresökologen hatten eine noch größere Unterwassertodeszone befürchtet. Dieses Phänomen ist mittlerweile weltweit zu beobachten. Auf dem Meeresgrund ist der Sauerstoffgehalt so gering, dass keine Organismen  mehr überleben können. Dort ist das Angeln im Meer auf Fische unmöglich.

Viele Unterwasserwüsten entstehen nur in den heißen Sommermonaten, die sich dann aber durch Herbststürme mit sauerstoffreichem Meerwasser bis auf dem Grund wieder vermischen und regenerieren. Nicht so die Ostsee, hier ist der Bestand ganzjährig, da sie einem Binnenmeer ähnelt und keinen Wasseraustausch mit anderen Ozeanen hat. Am Meeresboden werden Fische, Muscheln und Krustentiere durch Sauerstoffmangel erbarmungslos getötet. Weiterhin werden Unterwasser-Biotope (Seegraswiesen) vernichtet, so dass keine Meeresbrut mehr geschützt heranwachsen kann.

Die Ursachen sind bekannt und ähneln sich im Wesentlichen, mit den Problemen der anderen Meere. So kommt Gülle aus Massentierhaltungen in die Flüsse und werden ins Meer gespült. Ungeklärte Abwässer und große Mengen an Düngemitteln von bewirtschafteten Feldern gelangen ebenfalls ins Meer. Dann kommen noch Rückstände aus der Verbrennung von fossilen Kraftstoffen hinzu, die aus der Luft herabschweben. Diese enthalten Stickstoff und Phosphor, die Nährstoffe für die Organismen wie Algen oder Cyanobakterien sind. Durch das Überangebot der Nährstoffe wird Phytoplankton explosionsartig zum Blühen gebracht. Die abgestorbenen Einzeller sinken nach der Blüte in die Tiefe und verursachen einen Gärungsprozess, wodurch dem Wasser der Sauerstoff entzogen wird und zusätzlich Schwefel freigesetzt wird.

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Foto: Angelika Braun

veröffentlicht: 20. August 2007

Angel-Konflikt am Lachsfluss Tana

Am Tana, dem Grenzfluss zwischen Norwegen und Finnland bekämpften sich norwegische Lachsangler und samische Fischer. Der Fluss ist unter Anglern als einer der besten Lachsflüsse des Nordens bekannt. Wegen unklarer Grenzverläufe im Mittelfluss bewarfen sich anfang Juli beide Parteien mit Steinen, es wurde mit Messern gedroht und sogar Boote gerammt.

Die norwegischen Rutenangler fischten vom Ufer aus und wurden immer wieder von den finnischen Fischerbooten bedrängt. Wegen Sprachbarrien kam es dann zu den nicht schönen Wutausbrüchen.

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veröffentlicht: 19. August 2007

Koalitionsfraktionen wollen Ostsee zum saubersten und sichersten Meer Europas machen

Die Krabbe überlebt nur in sauberen Gewässern

Die Krabbe überlebt nur in sauberen Gewässern

Bis zum Jahr 2015 soll die Ostsee sauberer und sicherer werden. Das Ökosystem wird durch Abwässer auch aus dem küstenfernen Oststaaten belastet. Eine andere große Gefahr geht von dem zunehmenden Öltankerverkehr aus. Selbst Terroranschläge im Seegebiet der Ostsee halten die Sicherheitsexperten für denkbar.

Die Überfischung ist ein großes Problem. Im Moment werden 50% mehr gefischt als erlaubt ist. Hinzu kommt, daß über die Flussgewässer, bedingt durch die Landwirtschaft und Industrie, Nährstoffe in die Ostsee eingeleitet werden. Dadurch wird der Sauerstoffgehalt in der Ostsee verringert, was zu einem Fischsterben führen kann. Da die Ostsee kein Wasseraustausch hat, ist sie dafür besonders gefährdet.

Ende August tagt zum erstenmal eine Ostseeparlamentarierkonferenz unter dem Vorsitzenden Franz Thönnes (SPD) mit dem Schwerpunkt: Wasserverschmutzung durch Wassereinleitungen. Die Sorge um weitere Verschmutzung der Ostsee ist groß, gerade auch durch das Wirtschaftswachstum der Osterweiterung. Hier können wir jetzt besser reagieren, sagt der Vorsitzende Franz Thönnes, z.B. mit Finanzierungen von Klärwerken.

Die Meeresfachleute von SPD und Union fordern eine Lotsenpflicht für Öltanker und Schiffe mit gefährlicher Ladung. Doppelhüllentanker sind in Deutschland schon Standard. In Russland werden diese Sicherheitsaspekte jedoch noch nicht so stark beachtet.

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Foto: Angelika Braun

veröffentlicht: 18. August 2007

Quastenflosser sensationeller Fang vor der Insel Sulawesi

Quastenflosser

Quastenflosser gefangen am 25-26 September 1968 auf den Komoren in 150 Meter Tiefe (Männchen - Gewicht 33,8 kg, Länge 1,32 Meter)

Einem indonesischen Fischer (Justinus Lahama) ist ein Meeres-Quastenflosser (Coelacanthimorpha) ins Netz gegangen. Diese Urfischart hielt man lange Zeit für ausgestorben, zusammen mit den Dinosauriern der Kreidezeit. Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft leben diese Exoten über 360 Millionen Jahre mit wenig Änderungen. Nach Überlegung des Fischers, den Fang der Wissenschaft zu schenken, ist dieses eine wertvolle Bereicherung.

Der urige Fisch wurde vor der indonesischen Insel Sulawesi lebendig am 22. Mai in Küstennähe in ca. 100 m Tiefe gefangen. Der Dino-Fisch wog 50 kg und hatte eine Körperlänge von 1,30 Meter. Eine halbe Stunde dauerte es, bis man den Fisch mit Leinen an Bord des Kanus gehievt hatte. Er hatte leuchtende grüne Augen und Beine und sah sehr hässlich aus, sagte Lahama. Wenn ich ihn bei Nacht gefangen hätte ich ihn wohl vor Schreck zurück geworfen.

Dieser Quastenflosser ist das zweite Exemplar, dass in Asien lebendig gefangen wurde. Da der Fisch noch 17 Stunden in einem Bassin überlebt hatte, wurden von ihm wichtige Videoaufnahmen gemacht. Der Fisch wurde für weitere wissenschaftliche Erkenntnisse eingefroren. Es ist erstaunlich, dass der Fisch in so einer geringen Tiefe ins Netz gegangen war. Bislang nahm man an, dass sie nur in 200 m – 1000 m Tiefe anzutreffen sind.

Nach Ende der wissenschaftlichen Untersuchungen soll der Ur-Fisch präpariert und ausgestellt werden.

Quastenflosser

Quastenflosser

Steckbrief Quastenflosser
-     Heute leben noch zwei Unterarten der Quastenflosser (Komoren-  Quastenflosser und Manado-Quastenflosser)
-     gliedmaßähnliche Bauch- und Brustflossen, die eine gegliederte und muskulöse Knöcher-Achse aufweisen
-    der Quastenflosser hat eine beschuppte Haut, zweiseitige Flossenstrahlen und ebenso die zweite Rücken- und            Afterflosse
-    nur erste Rückenflosse besteht aus Stachelstrahlen
-    dreigeteilte Schwanzflosse
-    beweglicher Schädel kann durch ein Gelenk zwischen Vorder- und Hinterhaupt in sich bewegt werden
-    der Quastenflosser hat kräftige und spitze Zähne auf den Kieferrändern
-    typisch für Haie und Knochenfische wird der Verdauungstrakt durch ein spiralförmiges Rohr vergrößert, ein Rohr   ist auch das Herz

-    Lebensraum Komoren-Quastenflosser: Lebt im Gebiet zwischen den Komoren und Madagaskar in einer Wassertiefe von 100 bis 500 Meter
-    Lebensraum Manado-Quastenflosser: Lebt im Meer von Indonesien zwischen  Borneo und Celebes
-    Quastenflosser sind nicht essbar, da ihr Fleisch Öl enthält, was für Menschen nicht angenehm ist

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1. Foto: ccCoelacanthe – sybarite48
2. Foto: cccoelacanth head – smithsonian – dctim1

veröffentlicht: 13. August 2007

Hallo Hobby Angler!

Dies ist unser neuer Hobby-Angeln Blog! Der Blog dient als Ergänzung zu unserer Webseite hobby-angeln.com. Hier werden wir für Euch News Angler für Angler, Infos über neue Produkte und Termine rund ums Thema Angeln veröffentlichen.

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