Archiv für ‘Naturschutz’


veröffentlicht: 4. Dezember 2008

Greenpeace kämpft für den Schutz alter Kaltwasser-Korallenriffe vor Norwegens Küste

Greenpeace kämpft seit Jahren für den Schutz der Jahrhunderte alten Kaltwasser-Korallenriffe vor der Küste Norwegens. Nun endlich tut sich was: Unter Federführung des norwegischen Umweltministeriums wird ein ganzheitlicher Managementplan für die Norwegische See erarbeitet.

Die Norwegische See bezeichnet das Meeresgebiet nordwestlich von Norwegen. Dieses Gebiet ist etwa doppelt so groß wie die Nordsee und bis zu 4000 Meter tief. Es beherbergt nicht nur die weltweit größten Kaltwasser-Korallenriffen und faszinierende, kaum erforschte Hydro-Thermalquellen, sondern auch gigantische Heringsschwärme und Seevögelkolonien. (more…)

veröffentlicht: 12. Februar 2008

Norwegens Wildlachse stark bedroht

Anfang Februar berichtete die Internetausgabe der norwegischen Zeitung “Aftenposten”, dass die Bestände der Wildlachse im Meer als auch in Norwegens Flüssen stark gefährdet sind. So waren die Fangergebnisse des vergangenen Jahres mit 189.997 Lachsen auf einem Tiefstand, wie lange nicht mehr. Der bisherige Negativ-Rekord von 193.677 Lachsen aus dem Jahr 1997 wurde noch dramatisch unterboten.

Der Leiter (Erlend Ødegaard) der Vereinigung ”Norske Lakseelver“ (Norwegische Lachsflüsse) kündigte dramatische Schutzmaßnahmen an. Im kommenden Jahr fordert „Ødegaard“ eine Begrenzung der Fänge von Wildlachsen im Meer und in den  Flüssen. Die Berufsfischer sollen einen finanziellen Ausgleich erhalten. Als Hauptursache für den Lachsschwund wird die Berufsfischerei sowie die illegalen Netzfänge von Lachsen angegeben. Der Lachsfang ist für Norwegen ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor.

veröffentlicht: 12. Februar 2008

Bedrohung der Dorschbestände durch Rippenquallen

Seit Jahren gehen die Dorschbestände in der Ostsee zurück. Jetzt kommt eine neue Gefahr durch Rippenquallen (Mnemiopsis leidyi) hinzu, die bis zu 10 Zentimeter groß werden können. Diese leuchtenden Quallen sind normalerweise vor der nordamerikanischen Ostküste beheimatet. Sie wurden vermutlich als blinde Passagiere durch Ballastwasser in unsere Gewässer eingeschleppt. Rippenquallen leben räuberisch und haben es auf Dorscheier abgesehen.

Im Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-Geomar) haben Forscher im Bornholmer Becken Proben von Planktonorganismen entnommen. Als die Meeresbiologen in den Rippenquallen Dorscheier entdeckt haben, ist ihnen klar geworden, welche Auswirkungen dieser Organismus auf das gesamte planktische Ökosystem der Ostsee haben könnte. Die Forscher sehen sich im Verdacht bestätigt, dass Rippenquallen einen Einfluss auf das Überleben der Fische in den frühen Lebensstadien haben.

veröffentlicht: 1. Januar 2008

Neue Fischtreppe am Marklendorfer Wehr im Betrieb

fischtreppeAn der Aller in Niedersachsen am Marklendorfer Schlauchwehr wurde eine neue Fischtreppe auf dem neuesten Stand der Technik in Betrieb genommen. Die Bauzeit betrug knapp zwei Jahre. Die Planungen wurden mit den Fachbehörden abgestimmt.

Der Neubau der Fischtreppe wurde erforderlich, weil der Zustand des alten Fischpasses nicht mehr Zeitgemäß war und eine Instandsetzung nicht mehr wirtschaftlich vertretbar war.

In der neuen Anlage können Fische durch den naturnah geschaffenen Gewässerlauf nun auch bei unterschiedlichen Wasserständen den Zugang zur Fischtreppe erreichen und ihre Wanderung fortsetzen.

veröffentlicht: 19. November 2007

200 Süßwasserfischarten sind in Europa vom Aussterben bedroht

Die Weltnaturschutzorganisation IUCN hat bekannt gegeben, dass in Europa 200 Fischarten in unseren Süßwasserregionen vom Aussterben bedroht sind. Das wäre ein Drittel von insgesamt 522 Süßwasserfischarten. Davon betroffen sind u.a. der Aal und der Ammersee-Kilch. Die IUCN berichtete am 1. November bei der Vorstellung des Handbuchs der europäischen Süßwasserfische im schweizerischen Gland, dass es schon jetzt zwölf Arten nicht mehr gibt.

Die hauptsächlichen Ursachen für das Artensterben sind die Wasserentnahmen der Landwirtschaft in den Mittelmeerländern und der weitere Klimawandel, der die Flüsse austrocknen lässt. Die Wanderfische sind durch Wehre und Wasserkraftwerke gefährdet. Durch Besatz von biotopfremden Fischarten werden Krankheiten eingeschleppt. Zusätzlich ist die Überfischung ein großes Problem für unsere heimischen Fischarten.

Der osteuropäische Teil der Donau und der Wolga, die Gewässer im Ural und Balkan, sowie die im Südwesten Spaniens sind besonders vom Artensterben betroffen.