Naturschutz


veröffentlicht: 12. Februar 2008

Norwegens Wildlachse stark bedroht

Anfang Februar berichtete die Internetausgabe der norwegischen Zeitung “Aftenposten”, dass die Bestände der Wildlachse im Meer als auch in Norwegens Flüssen stark gefährdet sind. So waren die Fangergebnisse des vergangenen Jahres mit 189.997 Lachsen auf einem Tiefstand, wie lange nicht mehr. Der bisherige Negativ-Rekord von 193.677 Lachsen aus dem Jahr 1997 wurde noch dramatisch unterboten.

Der Leiter (Erlend Ødegaard) der Vereinigung ”Norske Lakseelver“ (Norwegische Lachsflüsse) kündigte dramatische Schutzmaßnahmen an. Im kommenden Jahr fordert „Ødegaard“ eine Begrenzung der Fänge von Wildlachsen im Meer und in den  Flüssen. Die Berufsfischer sollen einen finanziellen Ausgleich erhalten. Als Hauptursache für den Lachsschwund wird die Berufsfischerei sowie die illegalen Netzfänge von Lachsen angegeben. Der Lachsfang ist für Norwegen ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor.

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veröffentlicht: 12. Februar 2008

Bedrohung der Dorschbestände durch Rippenquallen

Seit Jahren gehen die Dorschbestände in der Ostsee zurück. Jetzt kommt eine neue Gefahr durch Rippenquallen (Mnemiopsis leidyi) hinzu, die bis zu 10 Zentimeter groß werden können. Diese leuchtenden Quallen sind normalerweise vor der nordamerikanischen Ostküste beheimatet. Sie wurden vermutlich als blinde Passagiere durch Ballastwasser in unsere Gewässer eingeschleppt. Rippenquallen leben räuberisch und haben es auf Dorscheier abgesehen.

Im Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-Geomar) haben Forscher im Bornholmer Becken Proben von Planktonorganismen entnommen. Als die Meeresbiologen in den Rippenquallen Dorscheier entdeckt haben, ist ihnen klar geworden, welche Auswirkungen dieser Organismus auf das gesamte planktische Ökosystem der Ostsee haben könnte. Die Forscher sehen sich im Verdacht bestätigt, dass Rippenquallen einen Einfluss auf das Überleben der Fische in den frühen Lebensstadien haben.

veröffentlicht: 1. Januar 2008

Neue Fischtreppe am Marklendorfer Wehr im Betrieb

fischtreppe

An der Aller in Niedersachsen am Marklendorfer Schlauchwehr wurde eine neue Fischtreppe auf dem neuesten Stand der Technik in Betrieb genommen. Die Bauzeit betrug knapp zwei Jahre. Die Planungen wurden mit den Fachbehörden abgestimmt.

Der Neubau der Fischtreppe wurde erforderlich, weil der Zustand des alten Fischpasses nicht mehr Zeitgemäß war und eine Instandsetzung nicht mehr wirtschaftlich vertretbar war.

In der neuen Anlage können Fische durch den naturnah geschaffenen Gewässerlauf nun auch bei unterschiedlichen Wasserständen den Zugang zur Fischtreppe erreichen und ihre Wanderung fortsetzen.

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veröffentlicht: 19. November 2007

200 Süßwasserfischarten sind in Europa vom Aussterben bedroht

Die Weltnaturschutzorganisation IUCN hat bekannt gegeben, dass in Europa 200 Fischarten in unseren Süßwasserregionen vom Aussterben bedroht sind. Das wäre ein Drittel von insgesamt 522 Süßwasserfischarten. Davon betroffen sind u.a. der Aal und der Ammersee-Kilch. Die IUCN berichtete am 1. November bei der Vorstellung des Handbuchs der europäischen Süßwasserfische im schweizerischen Gland, dass es schon jetzt zwölf Arten nicht mehr gibt.

Die hauptsächlichen Ursachen für das Artensterben sind die Wasserentnahmen der Landwirtschaft in den Mittelmeerländern und der weitere Klimawandel, der die Flüsse austrocknen lässt. Die Wanderfische sind durch Wehre und Wasserkraftwerke gefährdet. Durch Besatz von biotopfremden Fischarten werden Krankheiten eingeschleppt. Zusätzlich ist die Überfischung ein großes Problem für unsere heimischen Fischarten.

Der osteuropäische Teil der Donau und der Wolga, die Gewässer im Ural und Balkan, sowie die im Südwesten Spaniens sind besonders vom Artensterben betroffen.

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veröffentlicht: 19. August 2007

Koalitionsfraktionen wollen Ostsee zum saubersten und sichersten Meer Europas machen

Die Krabbe überlebt nur in sauberen Gewässern

Die Krabbe überlebt nur in sauberen Gewässern

Bis zum Jahr 2015 soll die Ostsee sauberer und sicherer werden. Das Ökosystem wird durch Abwässer auch aus dem küstenfernen Oststaaten belastet. Eine andere große Gefahr geht von dem zunehmenden Öltankerverkehr aus. Selbst Terroranschläge im Seegebiet der Ostsee halten die Sicherheitsexperten für denkbar.

Die Überfischung ist ein großes Problem. Im Moment werden 50% mehr gefischt als erlaubt ist. Hinzu kommt, daß über die Flussgewässer, bedingt durch die Landwirtschaft und Industrie, Nährstoffe in die Ostsee eingeleitet werden. Dadurch wird der Sauerstoffgehalt in der Ostsee verringert, was zu einem Fischsterben führen kann. Da die Ostsee kein Wasseraustausch hat, ist sie dafür besonders gefährdet.

Ende August tagt zum erstenmal eine Ostseeparlamentarierkonferenz unter dem Vorsitzenden Franz Thönnes (SPD) mit dem Schwerpunkt: Wasserverschmutzung durch Wassereinleitungen. Die Sorge um weitere Verschmutzung der Ostsee ist groß, gerade auch durch das Wirtschaftswachstum der Osterweiterung. Hier können wir jetzt besser reagieren, sagt der Vorsitzende Franz Thönnes, z.B. mit Finanzierungen von Klärwerken.

Die Meeresfachleute von SPD und Union fordern eine Lotsenpflicht für Öltanker und Schiffe mit gefährlicher Ladung. Doppelhüllentanker sind in Deutschland schon Standard. In Russland werden diese Sicherheitsaspekte jedoch noch nicht so stark beachtet.

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Foto: Angelika Braun

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