Laichzeit der Karpfen

Wann laichen Karpfen

Wann laichen Karpfen?

Die Karpfen  (Cyprinus carpio) leben in Mitteleuropa schon über 2000 Jahre. Die Karpfen stammen ursprünglich aus den wärmeren Zonen. In unseren Breitengraden haben sich die Fische immer noch nicht richtig eingewöhnt.
In nur wenigen natürlichen Gewässern sind bei uns, die Lebensbedingungen so günstig, dass die Karpfen laichen. Aber die Karpfenbrut überlebt in den Flüssen und Seen dann meist nicht den ersten Winter. In den mitteleuropäischen Ländern werden, die Bestände in den meisten Gewässern, mit gezüchtigten Besatzkarpfen aufgefüllt.

Damit die Karpfen laichen muss die Wassertemperatur stimmen

Die Wassertemperatur ist entscheidend damit die Karpfen im Frühjahr bis Sommer ablaichen.
Damit dies funktioniert, werden ihnen Vielerorts spezielle Laichteiche gebaut. Diese sind um die 100 bis 200 qm groß, flach und heißen in der Fachsprache nach ihrem Erfinder (Thomas Dubisch) Dubisch-Teiche. Die mit weichem Gras bewachsen Teiche werden vor der Laichzeit der Karpfen mit Wasser befüllt.

Liegt die Wassertemperatur bei 18 bis 20 Grad Celsius und sinkt auch Nachts nicht unter 15 Grad Celsius ab, werden die Laichkarpfen ins Wasser eingesetzt. Dann dauert es nicht lange und das lautstarke Liebesspiel (Fachsprache “Schlagen”, ein heftiges Klatschen und Plätschern) der Karpfen beginnt. Die Laichzeit der Karpfen muss möglichst früh im Jahr liegen. Eine gute Zeit dafür ist die zweite frostfreie Mai Hälfte, damit die kleinen Karpfen ein ausreichendes Gewicht zum Herbst hin und Überleben in der kalten Jahreszeit erlangen. Die Geschlechtsreife erreichen männliche Karpfen im dritten Jahr ihres Lebens und die weiblichen Karpfen hingegen erst im vierten Jahr.

Karpfen laichen im Flachwasser

Karpfen beim Laichgeschäft im flachen und ufernahen See mit Krautbewuchs.

Beim Liebesspiel der Laichkarpfen ist das Gedränge unter Wasser sehr groß, immer mehrere Karpfenmännchen umkreisen ein Karpfenweibchen. Nach wenigen Tagen schlüpfen aus dem befruchteten Karpfen Laich, die winzigen Brutfische. Einige Zeit lebt die Brut von ihrem vorrätigem Dottersack. Danach braucht die Karpfenbrut eine richtig gehaltvolle Nahrung, dass sind mikroskopisch kleine Rädertierchen. Mit dieser Nahrung wächst die kleine Karpfenbrut sehr rasch heran und bekommen nach fünf Wochen ein Gewicht von ca. 1 Gramm. Zum Winter hin, müssen die Karpfen ein Gewicht von ca. 50 Gramm erreichen, um den zweiten Sommer zu erleben.

Lies auch unseren Bericht zum Karpfenangeln. In dem Bericht erläutern wir worauf es beim Angeln auf Karpfen ankommt und geben Tipps zu Angelmontagen und den besten Ködern für Karpfen.

1. Foto: Ben + Sam
2. Foto: hobby-angeln.com