Friedfischangeln mit Käse

Friedfischangeln

Ein ruhiger Tag gut zum Friedfischangeln.

Es gibt etliche Friedfische, die sich mit Käseköder verführen lassen. Mit vielseitigen Angelmethoden (Grundrute mit Bodenblei, Feederrute, Match- oder Kopfrute, mit dem Winkelpicker, normale Posenangel) kann man den Käseköder anbieten. Je nach dem Zielfisch beim Friedfischangeln verwendet man die Hakengröße zwischen einem 16er Stipphaken und 2er Karpfenhaken, mit der entsprechenden Größe des Köders. Die Barbe ist der klassische Fisch, der auf Käse gut in schnell fließenden Gewässer zu fangen ist. Daher scheiden schon weiche Käsesorten aus. In Frage kommen zum Barben angeln daher die Sorten Edamer, Gouda und Emmentaler.

Zum Barben angeln wird die Grund- oder Feederrute im schnellfließenden Fluss angewandt. Mit zwei Varianten kann der Käse angeködert werden.

1. Das Käsestück wird mit einer Ködernadel auf das Vorfach auf einen normalen Haken aufgezogen.

2. Wenn die Barben sehr vorsichtig beißen, wird der Käse mit der Boilienadel am Haar (wie ein Boilie beim Karpfenangeln) befestigt.

Friedfischangeln auf Karpfen und Rotaugen

Im stehenden Gewässern wird mit der Stipprute ein kleines Käsestückchen auf Rotaugen angeboten. Auch Döbel beißen auf Käsestücke, weil sie Allesfresser sind. Gar keine Frage ist, das Karpfen absolute Käsefresser sind. Beste Wassertemperaturen zum Karpfen fangen gibt es nicht, da das Angeln im Winter auf Karpfen auch Erfolg verspricht. Das gezielte Karpfenangeln setzt voraus, dass mit Käsestücken die Fische angefüttert werden. Am besten mit Stücken, die so groß wie Walnüsse sind, denn die können Kleinfische nicht wegfressen. Das Käsestück wird am besten mit der Haarmontage angeboten. Weiterhin können mit duftenden Käsesorten Aale, Regenbogenforellen, der Stör und sogar Welse überlistet werden. Zusätzlich kann man in Kombination zum Käsestück noch Mais, einen Tauwurm oder Maden anbieten, die mit der Ködernadel auf das Vorfach gezogen werden. Der Lebendköder wird zuerst aufgezogen, danach kommt das Käsestück. Der Käse ist ein universeller Köder, der erfolgreiches Fangen von vielen Fischarten verspricht.

Watangeln auf Weißfisch

Meist wird das Angeln auf den Weißfisch vom Ufer aus betrieben. Aber auch das Watangeln auf Rotaugen, Brassen und Barben bietet viele Vorteile. So erreicht man Stellen, die außerhalb der Wurfweite von Grund- und Feederrute liegen. Beim Watangeln kommen, die Fischbisse oft direkt unter der Rutenspitze. Beste Angelstellen im Fluss sind überall dort, wo der Flussgrund nach langer Rieseltrecke in Grob- oder Feinkiesel wieder tiefer absinkt. Dort halten sich teils Forellen, Brassen, Rotaugen und Barben auf.

Posen-Montage für das Watfischen

  • Rute Posenfischen: Eine leichte 3,60 bis 3,90 Meter lange Matchrute, zum Pickern eine zirka 2,70 Meter lange Pickerrute
  • Rolle: Eine Kleine Stationärrolle
  • Schnur: 0,16er bis 0,18er Monofil
  • Zubehör: Watkescher, Posen, Birnenblei, Bleischrote, 8er bis 12er Haken, 0,14er bis 0,16er Fluorocarbon-Vorfachmaterial
  • Köder: Caster, Maden, Bachflohkrebse, Nass- und Trockenfliegen, Nymphen

Foto: Von Iva Rajović