Die Brachse oder Brasse im Flachwasser zum Fangen finden

Brachse

Die Brachse ist in Deutschland überwiegend als Brasse bekannt.

In der Frühjahrszeit versammelt sich die Brachse (Brasse) mit vielen ihrer Artgenossen zu einem großen Schwarm, um ihr Laichgeschäft zu erledigen. Das läuft meist innerhalb weniger Wochen oder eines Monats ab, oft zwischen Ende April und Juni. In der Regel suchen die Brachsen (Brassen) den wärmsten Teil des Gewässers auf. Das sind oft flache Gewässerbereiche in der nordöstlich gelegenen Ecke der Seen, weil dort im Tagesverlauf die Sonne am längsten scheint. Stehen dort an den Plätzen Schilfgürtel oder Krautzonen, sind das Stellen, die von der Brachse aufgesucht wird. Am Tag ziehen die Fische umher und warten ab, bis das Wasser warm genug ist für die Laichzeit. In der Zeit gehen die Fische auf Futtersuche an nahe gelegenen Kanten oder Sandbänken. Der ideale Angelplatz ist daher eine große Sandbank oder ein Flachwassergebiet. Das solle ein Stück vom Land entfernt liegen und eine hohe Konzentration an Futterorganismen aufweisen. So ein Hot Spot zum Angeln auf die Brachse zu finden, sollte man sich vorher eine dataillierte Tiefenkarte des Sees besorgen.

Angelgerät auf Brachse fischen

Kapitale Brasse

Eine kapitale Brasse vom Angler gefangen.

Die erwähnten Stellen sind allerdings mit konventionellen Methoden wie dem Stippen, Feedern oder Matchen meist unmöglich zu erreichen. Deshalb kann man ein leichtes Karpfengerät einsetzen. Mit 3,30 bis 3,60 Meter langen Ruten mit einer Testkurve von 1,75 bis 2,5 lb, mittelgroßen Freilaufrollen und einer dünnen 0,13 Geflochtenen ist das spielend machtbar auf Distanzen von 120 bis 150 Metern zu fischen. Um auf den großen Distanzen eine effektive Bissanzeige und ein gutes Haken der Fische zu erzielen, ist es notwendig, die herkömmlichen Lauf- gegen Festblei- oder andere Kapfen-Montagen zu tauschen. Gute Erfolge hat man mit einem großen und 60 Gramm schweren Method-Feeder, eine Art Futterspirale, die man fest auf der Schnur montiert und mit einem ultra-kurzen, 0,25er bis 0,30er Fluorocarbon-Vorfach und einem leichten, 8er bis 10er Karpfenhaken kombiniert.

Die Brachse anfüttern

Ein Schwarm Brachsen kann sehr schnell einen Futterplatz von Pellets und Boilies leer fressen. Das heißt, wenn die Friedfische ihr großes Fressen beginnen, muss man mit dem Nachfüttern enorm schnell sein. Manchmal fressen sie vor der Laichzeit überhaupt nicht, aber meist sind die Fische allerdings doch in Fresslaune. Dann kann man mit bis zu einem Kilo Futter pro Rute anfüttern. Eine gute Mischung für die Brachse ist Dosenmais, Hanf, Maden, Würmern, Pellets und Boilies.

An welchen Plätzen man die Brachse beangeln kann

  • Auch das Fischen über Sandbänken hinter Kurven größerer Ströme kann durchaus Erfolg versprechend seine. Angler sollten mit der Quiverrute versuchen Brassen zu fangen.
  • An großen Naturseen, wo Wasser so weit ist wie das Auge reicht, wird mit den Fernglas ausgiebig beobachtet. Die Tiefe wird ausgelotet und wo Unregelmäßigkeiten am Gewässerboden auftreten wird man immer mit Fischen bekohnt.
  • Nachtangeln: An kilometerlangen, monotonen Spundwandstrecken kann man im Dunkeln so manche große Brachse auf die Schuppen legen.
  • Einige Talsperren sind bekannt für ihre guten Brassen-Bestände. Hier kann man es mit Swing Tip versuchen.
  1. Foto: Von Bárbol – cc
  2. Foto: Snapshooter46