Zährte angeln, eine Fischart in der Brassenverwandschaft

Die Zährte ist verwandt mit der Nase.

Die Zährte ist verwandt mit der Nase.

Die Zährte wird auch mancherorts Rußnase genannt und fühlt sich in der Barben- und Brassenregion wohl. Ihre schlanke Körperform beweist, dass sie zügig strömende Bereiche liebt. Ein auffallendes markantes Merkmal der Zährte (Vimba vimba) ist ihre Knollennase. Da die Wasserqualitäten in unseren

Flüssen (z.B. Donau, Rhein, oder Weser) sich stetig verbessert haben, finden die Zährten günstige Laich– und Nahrungsbedingungen, so dass man sie auch gezielt beangeln kann. Die Zährte ist ein Schwarmfisch und lebt vor allem in langsamer bis mittelschneller Strömung der Barben– und Brassenregion. Bei der Nahrungssuche streift sie hier vor allem über weichen Boden umher. Mit ihrem leicht unterständigen Maul durchwühlt sie den Boden nach den verschiedensten Nährtierchen.

Für den Angler bedeutet dass: Ein Lockfutter muss vor allem mit schweren Partikeln angereichert sein. Die müssen am Gewässergrund bleiben und nicht auftreiben. Ein in wegdriftendes Futter wird die Zährte als echter Grundfisch nur schwerlich aufnehmen. Deswegen wird sie von leichtem Futter auch nicht angelockt. Beim Karpfenangeln gibt es eine gute Auswahl von Samenkörnern (Partikel), die sich hervorragend für ein schweres Zährtenfutter eignen. Die Samen sollten aber auf jeden Fall vor dem Einsatz gekocht werden. Zum einen ist der Fisch dadurch in der Lage, die Inhaltsstoffe zu verwerten. Zum anderen werden die Samen dadurch oft noch schwerer.

Das erkaltete Kochwasser wird am besten gleich zum Anfeuchten des Lockfutters verwendet. Im Futter benutzt man bei Beginn des Angelns zunächst keine zusätzlichen Duftstoffe. Denn falls man das falsche Aroma verwendet, wird der Erfolg geschmälert. Dieser Fehler ist dann nicht mehr zu korrigieren, da man das einmal eingeworfene Futter ja nicht wieder zurückholen kann. Besser ist es, erst nur den Hakenköder mit einem Aroma zu bestreichen, um auf diese Weise das richtige Aroma zu ermitteln. Fische stellen sich trotzdem schnell am Futterplatz ein. Denn immerhin hat das naturbelassene Futter genügend Eigenaroma und zieht die Zährte an.

Angeltechnik die Zährte beangeln

Da selbst große Zährten sehr vorsichtig beißen, wird am besten mit Bissanzeige über die feinen Spitzen einer Feederrute gefischt. Wird in größeren Flüssen gefischt,  sollte man eine Rutenlänge zwischen 4,5 bis 5,0 Meter einsetzen und die Spitze sollte so dünn wie möglich sein. Auf die Hauptschnur wird ein Feederboom aus Metall gezogen, in den ein Futterkorb eingehängt wird. Gestoppt wird der Boom von einem Wirbel, in dessen Karabiner das Vorfach eingeschlauft wird. Dann kann man noch zwischen Boom und Wirbel eine Gummiperle zwischenschalten, die verhindert, dass der Knoten beschädigt wird. Köder für Zährten: Teig-Rezepte, Maden, Würmer, Mais.

Foto: von Piker – CC BY-SA 3.0