Eisvogel auf der Jagd

Eisvogel

Der Lauerjäger stößt vom Ansitz aus ins Wasser und fängt einen Fisch.

Eine Naturaufnahme vom Eisvogel, der ein Fischchen gefangen hat. Der schillernd gefiederte Vogel sitzt sehr lange still auf einem niedrig hängenden Ast über Wasser und hält Ausschau nach Beute. ….Der Eisvogel jagt mit der Stoßtauch-Methode. Er stürzt sich kopfüber ins Wasser und beschleunigt kurz mit den Flügeln. Seine Beute sind Fische, Kaulquappen, Larven und Kleinkrebse. Die Brutpaare nisten in selbst gegrabenen Bruthöhlen in Steilufern. Das Weibchen legt bis zu sechs Eier in den Brutkessel. Beide Elternteile lösen sich beim Brutgeschäft ab. Nach ca. 21 Tagen schlüpfen die Jungen aus. Sie werden mit etwa 28 Tagen flügge. Der Eisvogel wurde früher stark bejagt. Ihre schimmernden Federn waren begehrte Schmuckstücke. Sie wurden in schicke Damenhüte verarbeitet.

Bei Regen muss der Eisvogel hungern

Der Eisvogel ist dazu verdammt bei Regen im Ufergehölz zu verharren. Ein dauerhafter Niederschlag verhindert in seinem Heimatfluss, dass er keine Blasen der atmenden Fische an der Oberfläche erkennen kann. Da kann der Eisvogel ein noch so geschickter Ansitzjäger sein, die Position eines Fischchens kann er nicht millimetergenau nicht mehr erkennen. Bei Regen muss der bunte Prachtvogel Hunger schieben, bis der Himmel seine Schleusen wieder schließt.

 

Nisthilfe für den Eisvogel gebaut

Zwei Nisthilfen für den Schillervogel am Teich angelegt. (Foto: hobby-angeln.com)

Nisthilfe Eisvogel bauen

Die Vogelfreunde Martin, Mark, und Jürgen haben zwei Nisthilfen mit fertigen Bruthöhlen für Eisvögel in Steinwänden eingebaut. Als erstes haben sie eine Steinwand von ca. 1 Meter in der Höhe und Breite abgestochen. Im oberen Drittel wurde die Bruthöhle eingegraben. Die ausgegrabene Erde diente gleich für eine zweite Nisthilfe. Die wurde hinter einer senkrechten Holzwand mit seitlichen befestigten Paletten angeschüttet. Eine fertige Brutröhre wurde oberhalb in die Anlage eingebaut. Die Vögel benötigen gleich mehrere Nistgelegenheiten für ihre Schachtelbruten. Sie ziehen im Jahr gleich mehrere Jungvögel groß, um ihre großen Verluste im Winter auszugleichen. An lang anhaltenden Frosttagen in der Winterzeit können die Vögel nicht jagen. Eine große Anzahl von Gewässern ist dann mit einer Eisschicht überzogen.

Der Eisvogel wurde im Jahr 2009 zum Vogel des Jahres gekürt

Der Vogel ist schön und hat ein farblich, prächtiges Gefieder. Er lebt an naturnahen Bächen, Flüssen, Auen und Teichen mit sauberen Wasser. Der Eisvogel wird auch als „fliegender Edelstein“ bezeichnet. Der Vogel steht in einigen europäischen Ländern auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. In Deutschland kommen zwischen 5000 bis 8000 Brutpaare vor. Der Eisvogel kommt selten vor und und nirgens häufig anzutreffen.

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ccEisvogel– von Thoth