Der Narwal (Monodon monoceros) und Weißwal (Delphinapterus leucas)

Eine Gruppe von Narwalen

Eine Gruppe von Narwalen im Eiswasser.

Die Narwale und die Weißwale (Delphinapterus), diese zwei Arten gehören zur Familie der Gründelwale. Heimisch sind beide Walarten in den vom Meereis beherrschten nördlichen Gewässern. Die Tiere zählen zu den Zahnwalen. Ein vollkommen ausgewachsener Narwal hat keine

Zähne im Maul. Alternativ wächst ihm ein Schneidezahn durch den Oberkiefer und der verwandelt sich zu einem langen, schraubenförmig links gedrehten Stoßzahn. Dieser links gewundene Stoßzahn kann bis zu 3,00 Meter lang werden und bis zu 8 bis 10 kg schwer werden. Vereinzelt bilden sich bei Narwal-Weibchen manchmal zwei solcher Zähne aus.

Narwal ein Kunstwerk aus Eis

Narwal Kunstwerk aus Eis.

Narwal Steckbrief

Systematik

  • Ordnung: Wale (Cetacea)
  • Unterordnung: Zahnwale (Odontoceti)
  • Überfamilie: Delfinartige (Delphinoidea)
  • Familie: Gründelwale (Monodontidae)
  • Gattung: Monodon
  • Art: Narwal
  • Wissenschaftlicher Name der Art: Monodon monoceros
  • Der Narwal erreicht eine Größe bis zu 5 m ohne Stoßzahn.
  • Das Männchen erreicht ein Gewicht von rund eineinhalb Tonnen. Die Weibchen unter einer Tonne.
  • Dem Narwal fehlt eine Finne, im hinteren Rücken entlang sind eine Reihe von unregelmäßigen Höckern angeordnet.
  • Die Tiere haben kurze Brustflossen. Die sind am Ende in Eiform abgerundet und nach oben gebogen.
  • Die Farbe der Narwale ist ein helles braun bis weiß. Der Kopf, Nacken und Rücken ist dunkel bis schwarz. Ältere Tiere weisen meist eine hellere Farbe aus.

Verbreitung Narwale

Die Wale bewohnen den gesamten Arktischen Ozean und halten sich immer in der Nähe von Packeis auf. In Grönland, Baffin Bay, der Hudson Bay und entlang der sibirischen Küste.

Nahrung

Narwale leben von Tintenfischen und Krebstieren. Die Beute landet mit einem Sog ins Maul. Bevorzugt jagen die Wale in tieferen Wasserschichten.

Fortpflanzung Narwale

  • Die Geschlechtsreife erreichen Narwale im Alter von fünf bis acht Jahren.
  • Weibchen sind in der Regel mehrfach im Jahr empfangsbereit.
  • Paarungszeit der Narwale ist von März bis Anfang Mai.
  • Männchen kämpfen um die Weibchen, die Stoßzähne dienen als Waffe.
  • Eine Tragzeit Weibchen beträgt 14 bis 15 Monate. Die Geburt erfolgt von Mai bis August.
  • Ein Juntier kommt mit einer Länge von 150 cm zur Welt (Gewicht 80 kg).
  • Im ersten Lebensjahr bricht der Stoßzahn hervor bis er sich im Laufe der nächsten Jahre zur vollen Länge entwickelt.
  • die Narwale haben eine Lebenserwartung von etwa vierzig Jahren.
  • Narwale stehen unter internationalen Schutz.

Der Weißwal

Der Weißwal ist auch besser bekannt unter den Namen Beluga (Delphinapterus leucas). Der Belugawal ist nicht so stark als der Narwal oder der Grönlandwal an den vereisten Lebensräumen gebunden. Der Beluga ernährt sich vorwiegend von Fischen, auch von vielen Wirbellosen. Die Fisch fressenden Belugas jagen auch den Lachsen nach, die in den Flüssen zum Laichen hinaufziehen.

Beluga Wal Steckbrief

Sytematik

  • Ordnung: Wale (Cetacea)
  • Unterordnung: Zahnwale (Odontoceti)
  • Überfamilie: Delfinartige (Delphinoidea)
  • Familie: Gründelwale (Monodontidae)
  • Gattung: Delphinapterus
  • Art: Weißwal
  • Wissenschaftlicher Name der Gattung
  • Delphinapterus
  • Lacépède, 1804
  • Wissenschaftlicher Name der Art: Delphinapterus leucas
  • Der Beluga Wal hat keine Rückenfinne, wie auch die Verwandten der Narwale.
  • Die Tiere haben eine auffällige Färbung von bläulich-weiß bis creme.
  • Weißwale erreichen eine Größe von drei bis sechs Meter. Ein Gewicht von 400 bis 1000 kg.
  • Die Wale haben einen massigen Körper, der im Schulterbereich rechteckig ausläuft. Der Kopf ist kurz mit einer vorgewölbten Verdickung.
  • Die Schwanzflosse ist breit, die Brustflossen sind abgerundet und rechteckig.
  • Kleine Augen legen dicht hinter den Mundwinkeln. Das halbmondförmige Blasloch liegt kurz vor dem Nacken.
  • Weißwale haben im Oberkiefer 10 bis 22 Zähne, im Unterkiefer 6 bis 22.
Schwanzflosse abtauchender Weißwal (Beluga)

Schwanzflosse abtauchender Weißwal (Beluga).

Verbreitung

Weißwale halten sich meist in polaren und subpolaren Küstengewässern au. In Alaska, Kanada, Russland, Asien und Norwegen.

Lebensweise

Belugas lieben beruhigte Küstenbereiche. In Meeresbuchten, große Mündungen von Flüssen halten sie sich gerne auf. Das offene Meer durchqueren sie nur auf ihren Wanderwegen.

Nahrung Weißwal

Die Wale machen Jagd auf Knochenfische wie Dorsche, Lachse, Tintenfische, Muscheln und Krebse. Die Beute fangen sie in den flachen Wassertiefen von max. 10 Metern. Seltener Jagen die Wale im Freiwasser.

Fortpflanzung Weißwale (Belugas)

  • Die Männchen erreichen mit von acht bis neun Jahren die Geschlechtsreife.
  • Weibchen mit etwa 5 Jahren.
  • Belugas paaren sich in großen Ansammlungen manchmal von mehreren tausend Tieren. Das geschieht in den Monaten von April bis Mai in den wärmeren Wasserbereichen von Mündungen der Flüsse.
  • Die Tragzeit der Weibchen beträgt vierzehneinhalb Monate.
  • Bei der Geburt haben die Neugeborenen eine Länge von 1,40 bis 1,70 Meter. Ein Gewicht von 45 und 75 kg.
  • Nach der Geburt begleitet die Mutter das Beluga Baby zu ihren ersten Atemzügen mit der Schnauze zur Wasseroberfläche.

Besonderheiten Beluga Wal

  • Belugas sind gesellige Tiere mit guten Sozialverhalten. Sie leben in kleinen und großen Gruppen in Familienverbänden. Weißwale verständigen sich über akustische Signale.

1. Foto Narwal: cc – Von Dodie
2. Foto: Mike Gifford
3. Foto:  Steve Snodgrass
4. Foto:  lmnop88a