Schleiereule ist abhängig von Mäusen zur Jungenaufzucht

Schleiereule

Schleiereule – Foto von James Lee

Innerhalb von wenigen Jahren können die Bestände der Schleiereule stark schwanken. Die Eule ist abhängig vom Angebot an Mäusen und von der Winterhärte. Haben sich die Mäuse stark vermehrt, brütet sie bis zu dreimal im Jahr. Bei einem nicht so guten Mäusejahr sind die Gelege kleiner oder die Brut fällt ganz aus. Die Schleiereulen brüten in Hohlräumen von Dachböden, Scheunen und Kirchtürmen, wenn es dort Einfluglöcher gibt. Auch spezielle Nistkästen nimmt die Eulenart gerne an. Diese bunteste unserer Eulen mit dem besonders ausgeprägten Gesichtsschleier ist in Deutschland ein verbreiteter Bewohner. Oft schon im ganz zeitigen Frühjahr hört man bei günstiger Witterung ihre eigenartig schnarchenden Balzrufe. Die in erster Linie in der Nacht lebenden Vögel leben oft in einer dauerhaften Einehe. Das Weibchen bebrütet die Eier und wird in dieser Zeit vom Männchen mit Futter (Spitzmäusen, Mäusen und auch Vögel) versorgt.

Steckbrief Schleiereule

Sytematik

  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Ordnung: Eulen (Strigiformes)
  • Familie: Schleiereulen (Tytonidae)
  • Unterfamilie: Schleiereulen (Tytoninae)
  • Gattung: Schleiereulen (Tyto)
  • Art: Schleiereule
  • Wissenschaftlicher Name: Tyto alba
  • Vogelart aus der Ordnung der Eulen (Strigiformes) und der Familie der Schleiereulen (Tytonidae).
  • Der Greifvogel ist langbeinig, hat ein helles Federkleid und keine Federohren
  • Auffälliges Erkennungsmerkmal ist das herzförmiges weiße Gesicht (Gesichtsschleier).
  • Der Vogel hat kleine schwarze Augen. Der Schnabel ist gelblich bis grau/weiß.
  • Schleiereulen sind nachtakive Vögel.
  • Größe Schleiereule: Von 33 bis 35 cm, das Gewicht beträgt 300 bis 350 und eine Flügelspannweite von 85 bis 95 Zentimeter.
  • Schleiereulen-Weibchen sind etwas größer als die Männchen.
  • Der Rücken hat eine goldbraune Färbung. Die Unterseite hat eine rostbraune bis weiße Färbung.
  • Die Greifvögel haben lange und spitze Flügel, die in der Ruhephase den Schwanz um ein paar Zentimeter überragen.
  • Schleiereulen können ein Alter von 15 bis 20 Jahre erreichen.
  • Ruf der Schleiereulen Ruf ist ein krächzendes Kreischen wie ein „Chrührührüh“.
  • Schleiereulen werden in Deutschland als eine nicht gefährdete Art eingestuft.

Vorkommen und Lebensraum Schleiereule

  • Die Vögel kommen in Europa, Asien, Nordamerika, Australien und Afrika vor.
  • Sie nisten gerne in der Nähe von Menschen in Nistkästen, Scheunen, Türmen und Ruinen. Sie lieben Felsregionen und jagen in offenem Gelände.

Nahrung

Sechs junge Schleiereulen in der Bruthöhle

Sechs junge Schleiereulen in der Bruthöhle warten auf Futter.

Fortpflanzung Schleiereule

  • Ein Schleiereulen-Pärchen bleibt in lebenslanger Partnerschaft zusammen. Sie ziehen gemeinsam ihre Nachkommenschaft auf.
  • Das Weibchen brütet die Eier aus und das Männchen versorgt die Familie mit Futter.
  • Im April/Mai legt das Weibchen 4 bis 12 Eier im Abstand von 2 Tagen ins Nest.
  • Die Küken schlüpfen in den unterschiedlichen Legeabständen aus.
  • Eine Brutzeit dauert etwa 30 bis 34 Tage.
  • Bis zu einem Alter von etwa 3 Wochen des jüngsten, geschlüpften Kükens schafft das Männchen alleine die Nahrung herbei.
  • Die Jungen in unterschiedlichen Größen werden nach ca. 2 Monaten flügge.

Wasservögel: Steckbrief Haubentaucher
Angeltipp: Buhnenangeln
Hinweis: Schleppen auf Zander

2. Foto: cc – USFWS Mountain Prairie