Elektrofischen auch im Dienste der Wissenschaft
Das Elektrofischen ist keine Alternativmethode zum allgemeinen Angeln mit den üblichen Gerätschaften gedacht. Das Elektrofischen dient hauptsächlich wissenschaftlichen Untersuchungen zur Bestandserhebung, Bestandsregulierung mit Umsetzung der Fische in andere Gewässer, für Laichfischfänge und um Fischartenvorkommen in Gewässern zu analysieren, um deren Wachstum zu überprüfen. Das Elektrofischen kann an kleinen Bächen und Flüssen von Uferrand aus betrieben werden. In großen Gewässern wird vom Boot aus elektrisch gefischt.
Für das Elektrofischen muss eine spezielle Ausbildung nachgewiesen werden. Es dürfen nur Spezialgräte verwendet werden, die ein geprüftes TÜV-Siegel vorweisen können.
Das Elektrofischen funktioniert mit Gleichstrom, wobei im Wasser eine Spannung erzeugt wird. Das wird durch ein Minuspol (Kathode) und durch ein Pluspols (Anode) erreicht. Wird der Kescher ins Wasser geführt, schließt sich der Stromkreis und die Fische werden betäubt, die jetzt in den Kescher schonend aufgenommen und nach notwendigen Untersuchungen auch wieder zurück gesetzt werden können.

Elektrofischen: Michael Prill sammelt mit Angelfreunden in einem Löschteich, die elektrisierten Fische mit dem Kescher ein.
Das Elektrofischen kann vielseitig angewendet werden, um Fischbestände schonend zu ermitteln.
- Bestandserfassung für wissenschaftliche Zwecke
- Befischung von Gewässern zur Bestandskontrolle
- Das Fangen von Laichfischen
- Ermittlung von Ausmaß bei Fischsterben
- Abfischen vom Austrocknen bedrohter Gewässer
- Rettung des Fischbestandes bei Baumaßnahmen
Weitere Informationen unter: www.e-fischen.de
Angeltipp: Angelgewässer
Hinweis: Fische
Hinweis: Maifisch
Hinweis: Insektenhotel Bauanleitung selber bauen
Hinweis: Clownfisch
Fotos: Michael Prill


9. Mai 2009 um 00:53
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Fische wirklich nur betäubt werden und das das Ganze auch noch “schonend” von sich geht. In Deutschland wird immer mir zweierlei Maß gemessen. Catch & Release ist beim Sportfischen verboten, aber wenn die Wissenschaft daher kommt wird deren anliegen stattgegeben. Kopfschüttelnd!
5. September 2009 um 12:29
Ich glaub das auch nicht. Jeder Mensch weiß wie weh Stromschocks tun, wieso sollte das bei Fischen anders sein. Ich halte das eher für Tierquälerei!
14. September 2009 um 08:39
Hallo, ich glaube ja auch nicht, dass es besonders prickelnd ist für die Tiere, aber anders kommst du kaum an gute, natürlich abgewachsene Laichfische für die Nachzucht (Äschen, MeFos werden so gefangen). In unserem Vereinsteich wird der Bestand so alle 5-6 Jahre kontrolliert, da mit Reusen, Schleppnetzen, Fachtagebüchern etc. kaum Aussagen zum Bestand getroffen werden können. Deshalb – unser See gehört dem NaBu – wurde dies auch von den Naturschützern genehmigt und wer einmal dabei war sieht, dass die Fische nach 1-2 Minuten wieder los schwimmen – lange Zeit hat man also nicht …
Gruß Knurri
12. April 2011 um 18:39
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5. August 2011 um 09:21
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7. August 2011 um 16:55
Gut das es Elektrofischen gibt. Die Fische, die man elektrisch betäupt, kann man jederzeit wieder schonend in Gewässer zurück setzen. Das Abfischen von bedrothen Seen, die z. B vom Austrocknen verdammt sind, ist eine gute Sache. Das Elektrofischen kann in vielen anderen Bereichen eine große Hilfe sein. Fangen von Laichfischen oder Kontrolle von Lachsen, die durch Wiederansiedelung in unseren Flüssen ihren Weg zurück gefunden haben.
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