Der Waldkauz (Strix aluco)

Eulen sind faszinierende Vögel. Sie gelten seit uralten Zeiten als Symbole der Weisheit. Vielleicht wegen ihrer würdevollen Erscheinung. Die Eulen werden zugleich als Unglücksvögel bezeichnet, wegen ihrer unheimlichen Rufe in den nächtlichen Stunden. In Europa gibt es 13 Eulenarten. Einer davon …

ist der mittelgroße Waldkauz, der als Jagdrevier offene Flächen abwechselnd mit Wälder und Baumgruppen bevorzugt. Die größte Eulenart in Deutschland ist der Uhu und die Kleinste der Sperlingskauz.

Waldkauz Steckbrief

Systematik

  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Ordnung: Eulen (Strigiformes)
  • Familie: Eigentliche Eulen (Strigidae)
  • Gattung: Strix
  • Art: Waldkauz
  • Körperlänge Weibchen 40 bis 42 cm. Ein Gewicht von 330 und 630 g. Die Männchen 39 bis 40 cm. Das Gewicht der Männchen etwa 120 g, die leichter als ein Weibchen sind.
  • Der Waldkauz hat einen kompakten Körperbau. Zur Körpergröße wirkt der Kopf sehr groß.
  • Der Walkauz kann seinen Kopf bis zu 270 Grad drehen.
  • Der Gesichtsschleier vom Waldkauz ist dunkel umrahmt fast einfarbig beige braun.
  • Der Vogel hat einen krummen schwefelgelben Schnabel.  Eine schwarzbraune Iris, die Pupille ist blauschwarz.
  • Das Gefieder des Kauzes ist rotbraun, dunkelbraun bis grau gemustert.
  • der Waldkauz Ruf ist ein schauriges lang gezogenes, heulendes „Huh-Huhuhu-Huuuh“.

Waldkauz Lebensraum

  • Die Greifvögel sind reviertreu und nachtaktiv. Sie leben in Nadel-, Laub- und Mischwäldern. Die Vögel brüten in Parkanlagen, auf Friedhöfen und auch in der Nähe von Menschensiedlungen (z.B. in Scheunen).

Nahrung

  • Das Beutespektrum der Greifvögel ist sehr groß. Das sind verschiedene Mäusearten, Frösche, Kleinvögel, Eichhörnchen, größere Vögel: Eichelhäher, Tauben, Elstern, Käfer und Fische.

Verbreitungsgebiet

  • Waldkäuze kommen in Mitteleuropa, Nordafrika, und Asien vor.
Zwei Waldkauz-Jungtiere haben die Baumhöhle verlassen und warten auf Futter von den Altvögeln

Zwei Waldkauz-Jungtiere haben die Baumhöhle verlassen und warten auf Futter von den Altvögeln.

Fortpflanzung Waldkauz

  • Die Waldkäuze verpaaren sich ein Leben lang. Das Revier wird das ganze Jahr über besetzt und aggressiv gegenüber Eindringlinge verteidigt.
  • Die Balz beginnt mit Rufen schon im Januar und erreicht im März seinen zweiten Höhepunkt. Die Waldkäuze rufen am Abend im Wechsel.
  • Die Vögel nisten in Baumhöhlen, Nistkästen und auch in Felsnischen.
  • Es wird nur eine Brut im Jahr großgezogen.
  • Die Eier werden direkt auf dem Boden der Bruthöhle gelegt. Nur das Weibchen brütet und wird vom Männchen mit Futter versorgt.
  • In der Regel wird ein Ei oder bis zu sieben Eier abgelegt.
  • Die Form der Eier sind elliptisch bis spindelförmig.
  • Die Bebrütung der Eier beginnt in Mitteleuropa ab März.
  • Die Brutdauer beträgt 28 bis 30 Tage. Die Jungvögel werden blind geboren.
  • Die Waldkauzjungen werden in den ersten Lebenstagen unter dem Federkleid sitzend des Weibchens gefüttert.
  • Die jungen Waldkäuze verlassen die Bruthöhle nach 29 bis 35 Tagen. Sie fallen auf dem Erdboden und suchen sich Deckungsmöglichkeiten. Sie klettern an Bäumen hoch und werden von den Altvögeln mit Futter versorgt.
  • Im Alter von etwa 50 Tagen können die Jungkäuze im Flug 50 Meter den Altvögeln fliegend folgen. Nach weiteren 20 Tagen fliegen sie bis zu 200 Meter um ihre Nisthöhle herum. Etwa bis zu 100 Lebenstagen werden sie noch von den Altkäuzen mit Futter versorgt.
  • Der Waldkauz kann ein Alter bis zu 18 Jahre erreichen.
  • Die Bestände der Greifvögel sind nicht in Gefahr.

1. Foto: ccKattuggla / Tawny Owl – Stefan Berndtsson
2. Foto: ccTawny Owl V – MacJewell