Der Kranich (Grus grus)

Vor dem Flug läuft der Kranich mit schnellen Schritten , um dann abzuheben.

Vor dem Flug läuft der Kranich mit schnellen Schritten, um dann abzuheben.

Einst war der Kranich, der auch grauer Kranich genannt wird, vom Aussterben bedroht. Seit 1996 ist der Vogel von der Roten Liste gestrichen worden. In den letzten Jahrzehnten haben sich die Bestände der Vögel in Deutschland fächerartig stark erholt. Inzwischen gibt es in …

Deutschland (Stand 2004) wieder etwa 5.600  Brutpaare. Kraniche leben in Feuchtgebieten wie in Sumpf- und Moorlandschaften und fressen tierische sowie pflanzliche Nahrung das ganze Jahr über. Die Kraniche faszinierten die Menschheit schon immer durch ihre spektakulären Balztänze.

Ein Pärchen Kraniche ist im Brutgebiet angekommen.

Ein Pärchen Kraniche ist im Brutgebiet angekommen.

Kranich Steckbrief

  • Systematik
  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Ordnung: Kranichvögel (Gruiformes)
  • Familie: Kraniche (Gruidae)
  • Unterfamilie: Echte Kraniche (Gruinae)
  • Gattung: Grus
  • Art: Kranich
  • Wissenschaftlicher Name: Grus grus
  • Größe Kranich von 1,10 bis 1,30 Meter.
  • Der Vogel ist größer als der Graureiher
  • Die Flügelspannweite beträgt von 220 bis 245 cm.
  • der Vogel ist ein großer Schreitvogel mit langen Beinen und langem Hals.
  • Er hat einen schwarz-weißen Kopf- und Halszeichnung. Eine federlose rote Kopfplatte.
  • Einen eilförmigen und schlanken Schnabel, der über 10 cm lang ist.
  • Das Gefieder außer dem Kopf vom Kranich hat eine hellgraue Färbung mit etlichen Abstufungen.
  • Die Humeralfedern wechseln in den farblichen Tönen von grau bis schwarz. Sie hängen bei den Altvögeln als Schleppe über den Schwanz hinweg.
  • Das Kranich-Männchen hat ein Gewicht von 5 bis 7 kg und sind durchschnittlich etwas größer als ein Kranich-Weibchen.
  • Die Jungkraniche haben eine gleichmäßige hellgrau/braune Gefiederfärbung und noch keine Schleppe.
  • Mit schnellen Schritten stoßen Kraniche sich vom Boden ab und  fliegen mit ausgestrecktem Hals. Auf ihren Flugrouten zu den Brutgebieten sind sie ausdauernde Flieger, die sie teilweise auch im Segelflug absolvieren. In Ausnahmefällen können die Vögel etwa 2000 km Strecke in einem Stück zurücklegen. Meist fliegen Kraniche in Strecken von 100 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 45 bis 65 km/h.
  • Der Ruf der Kraniche ist trompetenartig und ist für das Sozialverhalten von Bedeutung.
  • Kraniche haben eine Lebenserwartung von ca. 20 Jahren.

Verbreitung und Lebensraum

  • die Brutgebiete der Kraniche liegen in Nordosten Europas, ganz Skandinavien und Finnland, in Mitteleuropa in Polen und Tschechien.
  • Die Großvögel brüten wieder vermehrt in Nord- und Ostdeutschland, in den Staaten von Osteuropa in Litauen, Lettland, Estland, Weißrussland und Ukraine. Im Norden von Asien sind sie ebenso zuhause.
  • Die Kraniche benötigen flache Feuchtgebiete und Flachseen um Feinde auszuweichen. Sie halten sich oft in Moore und Sumpflandschaften auf.
  • Die Vögel fliegen zum Überwintern nach Frankreich, Spanien oder Afrika.
Kraniche in Mecklenburg-Vorpommern, die sich langsam sammelm, um in die Winterquatiere zu fliegen.

Kraniche in Mecklenburg-Vorpommern, die sich langsam sammeln. Die bevorstehe Zugwanderung drücken die Vögel durch typische Unruhe mit trompeten, tanzen und hüpfen aus.

Nahrung

  • Kraniche fressen tierische als auch pflanzliche Nahrung nach Vorkommen in den Jahreszeiten. Kleine Säugetiere, Frösche, Fische Reptilien, Schnecken, Würmer, Insekten, Larven. Getreidesorten wie Mais, Bohnen, Erbsen, Kartoffeln, Eicheln, Gemüse und Oliven.

Fortpflanzung Kranich

  • die Brutzeit in Mitteleuropa liegt von März bis Mitte April.
  • Die Vögel ziehen eine Jahresbrut groß.
  • Das Gelege besteht aus 1 bis 3 Eiern, die eine Grundfarbe von hellbraun haben.
  • Die Brutdauer beträgt von 29 bis 31 Tage.
  • Beide Partner bebrüten die Eier.
  • Die Kranichküken sind nach dem Schlüpfen gleich Nestflüchter.
  • Beide Elternpaare füttern die Küken mit  Insekten, Larven, Würmer und Schnecken.

Zugverhalten der Kraniche

  • Zwei bis drei Tage vor Beginn der Abwanderung in die Winterquartiere zeigen die Vögel ein unruhiges Verhalten.
  • Sie tanzen und rufen oft und sind in der Nacht sehr aufgeregt.
  • Der Zugbeginn der Kraniche erfolgt Etappenweise und richtet sich nach den Temperaturschwankungen sowie nach der Nahrungssituation.

Feinde der Kraniche

  • Das sind Füchse, Wölfe, Dachse und Marderhunde.
  • Oft werden ihre Nester mit den Eiern ausraubt. Da gehört der Seeadler, die Krähe und die Elster dazu.
  • Kraniche stehen in Deutschland streng unter Naturschutz und dürfen nicht gejagt werden.

1. Foto: ccKranich – deischi
2. Foto: ccKranich, Common Crane, Grus Grus – frlgundi
3. Foto: ccDance of the Cranes – saturn ♄