Den Zander Fisch angeln

Zander Fisch

Einen Zander fängt man in der Abenddämmung.

Man kann den Zander Fisch in jeder Jahreszeit beangeln. Die Frage ist nur wo und bei welchem Wetter ist das möglich. Gute Zanderfänge sind an unseren großen Füssen wie am Rhein, Weser, Donau, Elbe und Oder gegeben. In den Flüssen herrscht eine kräftige Strömung, die tiefe Rinnen und Löcher ausspült. Oft wechselt sich ein harter mit einem weichen Untergrund ab, was entscheidend ist, wie schwer ein Köder sein muss. Einfacher zu beangeln sind die stromabwärts gelegenen Seiten der Buhnen. Entlang der Strömungskanten findet man die besten Zanderstellen in den Flüssen.

 Den Boden abtasten

Um die genaue Struktur einer Buhne zu ermitteln, werden immer wieder ein paar Probewürfe getätigt und man marschiert vom Buhnenkopf Meter für Meter Richtung Ufer zurück. Meist wird das Wasser rasch flacher. Wenn es an der Kante sehr tief war und schon auf den ersten Metern zum Ufer deutlich flacher geworden ist, sollte man sich den Übergang genau merken. Je markanter der Anstieg von der Kante zum Buhnenkessel, desto besser die  Chance zum großen Zanderfang. Auf jeden Fall muss man das harte Aufsetzen des Bleikopfs auf den Grund deutlich spüren, denn nur über hartem Boden fühlt sich der Zander Fisch wohl.

Gute Plätze, wo sich Zander vorrangig aufhalten ist ein Schotter- oder Kiesgrund und auch feiner Sand. Spürt man das Aufsetzen des Köders dort nicht, ist der Bleikopf zu leicht. Man nimmt einen schwereren Kopf mit dem man den Aufschlag am Grund bei geschlossenem Rollenbügel deutlich wahrnimmt. Zander verbringen einen Großteil des Tages im tiefen Fahrwasser. Ein bis zweimal besuchen die Raubfische in Trupps Stellen, die nahe an ihren Einständen liegen, um Fische zu fressen. Im Sommer rauben Zander oft im flachen Wasser oder in Rückströmungen, in denen sich Schwärme von Futterfischen aufhalten. Genau dort muss geangelt werden.

Zanderangeln im Sommer

Bootsangeln

Bootsangeln auf Zander.

Der Zander Fisch läuft im warmen Wasser zu einer großen Beißlust auf. Der Raubfisch muss häufig fressen, um seinen Energiebedarf zu stillen. Das muss er so häufig, das man ihn vortrefflich nachts im Flachwasser und an den Kanten zum tiefen Wasser mit auffälligen Twistermustern fangen kann. Die Wassertemperaturen von 20 bis 25 Grad sind den Zander Fisch zu fangen geradezu ideal. Die Räuber sind jetzt extrem aggressiv und attackieren lebhaft laufende, auffällige Twister und Wobbler. Teilweise bekommt man einen Zanderbiss direkt vor den Füßen beim Einkurbeln.

Winterzander angeln

Das Zander angeln im Winter ist nicht so angenehm wie im Sommer. Bei Wassertemperaturen unter zehn Grad ziehen die Futterfische in tiefere Regionen und die Zander folgen ihnen. Allerdings sind die Räuber jetzt etwas träger, weil sie weniger Energie verbrauchen, was wiederum zu kürzeren Beißzeiten der Fische führt. Winterzander stehen meist konzentriert an wenigen Stellen. Dort lassen sie sich gut fangen und man muss sie allerdings ausfindig machen. Das funktioniert mit einer kleinen Bootstour und dem Echolot gut. Schnell sind die tiefen Fluss-Bereiche mit träger Strömung und hartem Boden, wo sich die Futterfische einstellen gefunden. Tiefe Seitengewässer wie Industrie- und Yachthäfen und mit dem Strom verbundene Baggerseen sind ebenfalls top Winterreviere, weil die Fische der harten Strömung ausweichen. Auch ohne ein Boot kann man Winterquartiere der Zander ausmachen. Bereiche mit träger Strömung kann ein Angler mit bloßem Auge erkennen. Der Boden lässt sich mit einer harten Spinnrute und geflochtener Schnur ertasten und die Wassertiefe erschließt sich nach einigen Probewürfen. In kleineren Senken und Löcher stehen häufig mehrere Zander.

Zander Wetter

Beißzeiten Zander: Bis auf plötzliche Wetterwechsel ist der Zander Fisch eigentlich nicht wetterfühlig. Wenn aber innerhalb weniger Stunden der Luftdruck stark fällt oder ansteigt, sind Zander eher beißunlustig. Die Unlust kann sich bis drei Tage nach dem Wetterwechsel halten. Die meisten Zander fängt man, wenn das Wetter über einen längeren Zeitraum konstant bleibt. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Wetter gut oder schlecht ist. Im Hochsommer kann man während langen Hitzeperioden vortrefflich Zander am Haken bekommen, während kurze Gewittertiefs mit stark fallendem Luftdruck oft keinen Zanderbiss bringen. Das länger anhaltende Herbstwetter ist ebenso fischträchtig, wie auch der goldene Oktober. Zander fangen bei trüben Wasser im November, Dezember mit Nebel und Dunst geht man nicht als Schneider nach Hause.

  1. Foto: Matt Wiebe – cc
    2. Foto: IIkka Jukarainen – cc