Jeder Angler möchte mal einen Meterhecht angeln

Riesenhecht im Baggersee

Großhecht im See – Foto von Angelika Braun.

Jeder Angler kann einen Meterhecht fangen. Allerdings einen so großen Hecht zu angeln ist kein Spaziergang. Und oft passiert es, wenn ein großer Riesenhecht endlich gehakt wurde, dass der im Drill verloren geht. In den Gewässern von Kanada kann man jeden Tag einen Meterhecht fangen, aber in unseren Vereinsgewässern kann das durchaus mal eine Saison länger dauern. Es gibt einige gute Tipps den ersehnten Wunschhecht dennoch in unseren heimischen Gewässern zu überlisten.

Tipps wie ein Angler einen Meterhecht in den Kescher bekommt

Als erstes darf man nicht in stark befischten Gewässern auf Hechtfang gehen, denn wie sollen dort die Hechte zu Riesen heranwachsen? Dort ist die gewöhnliche Hechtangelei auf viele Hechte ausgelegt und Angler freuen sich auf viele Bisse. Also muss man taktisch vorgehen, um in durchschnittlichen Gewässern einen Meterhecht auf die Schuppen zu legen. Selten werden Köder für einen Riesenhecht zu groß gewählt, dafür aber oft zu klein.

Größe zeigen bei der Köderauswahl

Bei Magenuntersuchungen wurde festgestellt, dass Hechte am liebsten Futterfische von 10 bis 15 Prozent ihres Eigengewichtes nehmen. Bei einem Hechtgewicht von 10 kg wären das Fische von 0,5 bis 1 kg, was eine Länge von 35 bis 45 cm bedeutet. Deshalb kann man Wobbler auch länger als 20 cm (Gewicht schwerer als 250 Gramm) auf einen Meterhecht anbieten. Diese Ködergröße steigert die Wahrscheinlichkeit enorm einen Meterhecht im Drill zu bekommen, ohne dass man auch die mittleren Raubfische ausschließt.

Riesenhecht gefangen aus der Waldnaab

Ein kapitaler Winterhecht gefangen aus der Waldnaab von Josef.

Einen Meterhecht in größeren Seen nachstellen

In Großseen stehen die Riesenhechte meist nur nach dem Laichen dicht am Ufer und ziehen sich dann in die Tiefe zurück. Dort müssen sie keine natürlichen Feinde fürchten. Auch sind sie nicht unbedingt auf Deckung angewiesen, wie ihre kleineren Artgenossen. Also muss der Köder in die uferlose Region zum Meterhecht hin. Das funktioniert nur mit einem Boot zu den Angelplätzen, wo die Großhechte im freien Wasser genug Nahrung finden. Das können Barschberge oder Löcher im Gewässergrund sein.

In Seen wird tief geangelt auf große Hechte

In tiefen Gewässern kann man durchaus mit dem Posenangeln in Grundnähe auf Hecht angeln. Es gibt auch Wobbler mit großer Lauftiefe oder Gummifische mit schwerem Bleikopf, mit denen man seinen Meterhecht aus großen Tiefen an die Oberfläche holt. Beim Posenangeln muss vorher ausgelotet werden und dann den Köder nicht weiter als einen Meter über Grund anbieten. Wer also seinen Meterhecht fangen möchte, braucht Energie und Ausdauer, denn sie sind nicht so dicht gesät.