Hechtangeln im Herbst

Riesenhecht gefangen aus der Waldnaab

Riesenhecht gefangen im Winter aus der Waldnaab von Josef Wenzel (Gewicht: 10 kg, Länge: 1,10 Meter).

Im Monat Oktober beginnt die beste Angelzeit auf Großhechte, da sie besonders beißfreudig sind. Da fressen sich die Räuber noch mal richtig Speck an für die langen Wintertage. Das Problem ist, dass sie nicht mehr in ihren Sommerstandplätzen anzutreffen sind, denn mit Zunahme der kalten Wassertemperaturen wandern die Hechte in neue Reviere ab.

Hechtangeln im Herbst in Seen

In den Naturseen sterben im Spätherbst die Wasserpflanzen langsam ab, wo die Hechte ihr Versteck und Jagdrevier hatten. Jetzt suchen sich die Räuber neue Standplätze. Eine gute Angelmethode ist jetzt das Watfischen mit der Wathose. Mit Wander-Angeln kann man richtig Strecke machen. Mit dem Blinker, Gummifisch und Wobbler wird das Gewässer, Wurf für Wurf befischt, bis Hechte sich auf den Köder stürzen.

Hechtangeln im Herbst am Fluss

Die Hechte vermeiden im Herbst, die Strömungsstarken Gewässerbereiche und ziehen sich in Ausbuchtungen, Kehrströmungen, Altarme und in kleinen Hafenanlagen zurück. An diesen Stellen sind immer Hechte zu finden. Hier lohnt sich der Ansitz auf Hechte mit totem Köderfisch oder auch das Abwerfen der Gewässer mit Kunstködern.

Hechtangeln mit der Wasserkugel

Wenn man einen Hechtköder dicht unter der Wasseroberfläche anbieten möchte, weil z.B. Krautbänke vorhanden sind, ist die Wasserkugel gut dafür. Auch in den flachen Boddengewässer (Poldern) sind die Wasserkugeln nicht wegzudenken. Sogar als Unterwasserposen zum Welsangeln sind sie einsetzbar. Welse reagieren auf rasselnde Geräusche und werden dadurch zum Köder angelockt, deshalb kann man die Wasserkugel mit ein paar Bleischrote befüllen.

Hechtmontage

Wird in den Sommermonaten auf Hecht gefischt, bewährt sich das Jiggen mit Gummiködern. Der Köder wird in Sprüngen direkt über Grund geführt. Das Winterangeln auf Hecht wird es mit der Naturködermontage versuchen. Für alle Angelarten auf Hecht ist ein Stahlvorfach Pflicht. Wird ein Großhecht gedrillt, ist es wichtig kein minderwertiges Material zu verwenden.

Den Hecht mit Duft verführen

Geht das überhaupt einen Hecht wie z.B. Karpfen oder Rotaugen an den Angelplatz zu locken? Das funktioniert mit tiefgefrorene Binnenstinten, die man im Zoogeschäft kaufen kann. Die Fische haben einen unverwechselten Duft nach Gurken, wie die normalen Stinte. Als Hechtköder sind die bis zu 8 cm langen Fischchen viel zu klein. Aber mit denen eine Duftspur zu legen reicht aus. Dazu macht man die kleinen Fische noch kleiner. Ein paar von ihnen kommen in einen so genannten Blockend-Feeder, einen Futterkorb, den man verschließen kann. Mit einer Hakenlösezange werden sie darin zerquetscht. Den Deckel auf den Futterkorb und das Hechtangeln im Herbst kann losgehen.

Der Köderfisch, angeboten an einer ganz normalen Grundmontage, muss dabei kein Stint sein. Man kann dafür ein Rotauge nehmen, eine Rotfeder oder was man sonst zum Hechtangeln als Köder nimmt. Die aufgetauten Ministinte verbreiten im Wasser einen verlockenden Duft, der den Raubfischen den Weg zum Köder weist. Der Duft lockt nicht nur Hechte an, sondern auch Welse.