Quappenangeln im Sommer

Eine schön gezeichnete Aalqauppe mit Tauwurm gefangen

Eine schön gezeichnete Qauppe mit Tauwurm gefangen.

Quappenangeln im Sommer (Juli, August) ist nicht so leicht, weil die Konkurrenz zum Köder durch viele andere Fischarten dann sehr groß ist. Nach dem Laichgeschäft im Winter wandern die Fische von den Oberläufen der Gewässer ab, bleiben aber weitgehend in ihren beheimateten Gewässern. Dann kann man durch

Zufall mal in den warmen Sommertagen eine Quappe fangen, besonders beim Aalangeln. Das Quappen auch im Sommer beißen, können sich nur wenige Angler vorstellen. Aber eigentlich ist das Logisch, denn sie müssen ja schließlich fressen. Die Quappen werden im Sommer immer dann munter, wenn es vom Himmel mit heftigen Sommergewittern nur so kübelt. Dann fließen durch die Flussbetten schmutzigbraune Wassermassen hindurch. Wenn man dann die richtigen Stellen findet, steht ein Erfolgserlebnis zum Fangen der Raubfische nichts mehr im Wege.

Eine verheißungsvolle Angelstelle muss 3 Bedingungen erfüllen:

Sie muss etwas tiefer sein, als der Rest des Gewässers, sie muss einen festen Grund wie etwa Sand und möglichst viel Strömung haben. Es gibt an fast jedem Fluss zwei Hot Spots, die diese Eigenschaften vereinen. Das sind Bacheinläufe und die Bereiche unterhalb von Wehren.

Die einfache Montage fängt Quappen am besten

Man muss keine ausgetüftelten Montagen aufbieten, um Quappen zu überlisten. Eine simple Grundmontage wie beim Aalangeln reicht. Es geht nur darum, den Köder irgendwie am Grund zu halten. Denn wenn die Quappen in Fresslaune sind, gibt es kein Halten mehr. Sie beißen ohne Hemmungen zu. Als Köder kann man Tauwürmer, Fischfetzen oder auch ganze kleinere Köderfische einsetzen. Wenn die Räuber ersteinmal fressen, sind sie nicht mehr wählerisch.

Tote Aalquappe am Strand vom Fluss angespült

Tote Aalquappe am Strand aus dem Fluss angespült.

In großen Seen und tiefe Flussmündungen besteht ein guter Quappenbestand. Da haben Angler gute Chancen, in den heißen Sommermonaten im Juli und August gezielt auf Quappe zu fischen. In großen Tiefen unterhalb der sommerlichen Sprungschichten muss gefischt werden. Ideal ist die Wassertemperatur zum Quappenangeln von etwa 4 ° C.

Angeln auf Quappe im Fluss

Die Quappe ist ein deckungssuchender Fisch, auch wenn sie flussaufwärts zieht. Ideale Verstecke von Quappen sind Steinpackungen. Am Rande der Hauptströmung können sie sich jederzeit zwischen Steinen optimal verstecken. Der Köder für die Aalquappen wird jetzt so weit ausgeworfen, dass er das sandige Flussbett erreicht. Durch die Strömung wird der Quappenköder automatisch an den Fuß der Steinpackung gedrückt. Das Blei muss allerdings so schwer sein, dass es am Rand der Steinpackung liegen bleibt. Das Gewicht darf nicht in die Steine hineintreiben.

Quappenangeln an der Oder

Die Quappen können an vielen Flüssen in Deutschland geangelt werden. Aber das Quappenangeln in der Oder übertrifft mit Abstand alle anderen Angelreviere. Viele Angler aus ganz Deutschland reisen mittlerweile zum Quappenangeln an die Oder, dem östlichsten Fluss unseres Landes, um eine kapitale Quappe zu fangen. Regelmäßig werden Quappen von über 50 Zentimeter aus der Oder gefischt. Ein top Köder für eine Quappe ist ein Tauwurmbündel der noch zusätzlich mit Heringsöl bestrichen wird. Die Quappe lebt im Sommer über im futterreichem Oderhaff und steigt dann zum Winter hin in die Laichgebiete der Oder und in die Nebenflüsse auf. Das Quappenangeln lohnt sich im Winter an der Oder mit ertragreichen Fängen. Gute Angelreviere an der Oder auf Quappe sind bei Hohenwutzen, Hohen Saaten und Bad Freienwalde.

1. Foto: Alaska Region U.S. Fish & …
2. Foto: cc – Von normanack