Gezielt auf Rapfen angeln

Der Rapfen (Leuciscus aspius), gehört zu den karpfenartigen Fischen. Der Fisch hat keine Fangzähne im Maul und dennoch ist er ein wilder Raubfisch, der sich von kleinen Weißfischen ernährt. Am Wasser macht der Rapfen (auch Schied genannt) auf sich aufmerksam, indem er durch ….

wildes klatschen an der Wasseroberfläche am Tag oder in der Dämmerung, Jagd auf Kleinfische macht.  Da Rapfen in Gruppen jagen, sollte man den Angelplatz nicht wechseln. Oft kann man dann mit weiteren Würfen noch mehrere Fische fangen.

Rapfen angeln, wo sie rauben

Die Räuber stehen oft im aufgewühlten Wasser unterhalb von Wehren oder auch in der starken Strömung mitten im Fluss. Weitere gute Angelstellen sind auch an den Strömungskanten an Buhnen, wo die Fische an dann eher auf der Strömungsseite stehen. Auch flache überschwemmte Uferzonen sind aussichtsreiche Plätze Rapfen zu angeln, weil dort die Kleinfische Schutz vor der starken Strömung suchen. Rapfen sind im Drill äußerst wehrhafte Kämpfer, was Anglern einiges an Geschick und Kraft abverlangt.

Fanggarantie Rapfen angeln mit Weichgummis

Mit fingerlangen Shads (Weichgummis) bekommt man ein Vielfaches an Bissen und fängt Großrapfen von der ersehnten 5 kg Marke. Mitten aus dem Strom von Flüssen können große Rapfen heraus geangelt werden, die man vorher gar nicht nach Futterfischen hat  rauben sehen. Der Shad darf sich allerdings nicht auf die Seite legen, denn dann bleiben die Bisse sofort aus.  Der Trick dabei ist, der Bleikopf muss vom Gewicht her genau an Strömung und der Einholgeschwindigkeit angepasst werden. Erfolge auf Rapfen hat man mit 7 oder 9 cm langen Gummifischen und 16-g-Köpfen. Größere Shads mit schwereren Köpfen wirken provozierend auf Rapfen und man bekommt auch Bisse darauf, aber der Anschlag bei den großen Kalibern verläuft dann oft ins Leere.

Rapfen angeln in den Jahreszeiten

Die Rapfen verändern im Verlauf des Jahres ihr Beutechema und danach müssen sich Angler richten. Zu Beginn der Saison halten sich die Raubfische in tieferen Gewässerzonen auf und lassen sich mit großen Ködern fangen. Später spezialisieren sie sich auf Fischbrut. Dann sollten kleine Kunstköder angeboten werden, die schnell durchs Wasser geführt werden. Im Herbst sind die Beutefische größer und dann angelt man wieder mit größeren Ködern.

Rapfen angeln mit Sbirulino

Für das Rapfen angeln kann man eine simble Montage einsetzen, die einen schöne Fische beschert. Als Wurfgewicht zieht man einen schwimmenden Sbirulino auf die Hauptschnur. Darauf folgt ein langes Vorfach. An das Vorfach knüft man einen Streamer. Damit der Streamer auf eine Tiefe von 1 bis 1,5 Meter absinkt, klemmt man ein paar Zentimeter vor dem Haken ein kleines Bleischrot aufs Vorfach. Mit dieser Montage lässt es sich weit werfen und auch schnell führen, was die Rapfen besonders lieben.

Vorschlag Rute und Köder für Rapfen

  • Eine leichte Spinnrute von 2,70 bis 3,00 Meter Länge (Wurfgewicht bis zu 60 g).
  • Wichtig ist die Rolle, die eine fein einstellbare Bremse haben sollte, weil der Rapfen nach dem Anbiss sofort eine rasante Flucht hinlegt.
  • Eine geflochtene Schnur 0,10 er oder eine monofile 0,23er.
  • Gute Köder auf Rapfen sind winzige Blinker, Spinner und Streamer. Für Weitwürfe schaltet man am besten einen Sbirolino davor.
  • Die besten Köderfarben zum Rapfen angeln sind Silber und Weiß. Ein roter Puschel am Drilling erhöht zusätzlich die Anziehungskraft der Fische auf dem Kunstköder.
  • Der Köder wird beim Rapfenangeln schnell und direkt unter der Wasseroberfläche geführt.

(Steckbrief Rapfen)

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