Köder für Zander in trüben Flüssen

Zanderangeln

Foto von Ben Wilkins – Früh übt sich, ein erster Angelversuch.

In einer stark anhaltenden Regenzeit mit mehreren Tagen ergießen sich Wassermassen von vielen Zuläufen in die Flüsse. Die Strömungen steigen stark an und das

Wasser ist kaffeebraun. Das ist kein gemütliches Angelwetter, aber bei dem trüben Wasser jagen die Zander auch am Tag.

Köder für Zander im trüben Wasser

Im trüben Flusswasser sind Gummis zum Fischen auf Zander nicht so gut. Besser sind jetzt Großspinner mit silbernen Spinnerblatt, mit denen man Zander am Haken bekommt. Die Zander spüren gut die Druckwellen, die ein großes Spinnerblatt auslöst und weil das silberne Metall von dem spärlichen Licht, dass ins Wasser fällt, noch reflektiert wird.

Auch schockfarbene Köder auf Zander in trüben Wasser sind fängig. Wobbler und Gummifische in unnartürlichen Neonfarben können eingesetzt werden. Ein knalliges Rot, Neongelb oder ein strahlendes Weiß sind für Zander besser zu sehen als dezente Naturfarben. Um Zander noch besser zu reizen, damit sie den Köder attackieren, kann man mit Weichplastik-Ködern auf einem Bleikopf fischen, der zusätzlich mit einem Spinnerblatt versehen ist (auch Wobbler mit Rasseln). In einer starken Strömung bei Hochwasser zögern Zander oft nicht lange und packen sich den vermeintlichen Beutefisch sehr schnell.

Gute Köder für Zander sind Wobbler

Zander sind keine faulen Fische. Wie alle Raubfische sind sie darauf angewiesen, ihre Beute zu jagen. In Flüssen können auch mit der Strömung geführte schnell laufende Wobbler gute Zanderköder sein. Langsam sinkende Wobbler sind für diese Angelmethode besser geeignet als schwimmende. Ein super Köder für die stromaufwärts Angelei ist der Countdown von Rapala.

Tipp Zander angeln im See

Zander angeln heißt oft, dass man wandern und viel Strecke machen muss. In einem stillen See ist der gezielte Ansitz an markanten Angelplätzen klüger. Im Herbst und Winter wird vorzugsweise an Löchern geangelt. Die Zander nehmen den Köder nur selten direkt nach dem Einwurf oder beim Durchkurbeln. Oft fängt man beim Grundangeln an Plätzen, die man vorher zuvor mit dem Spinnfischen gründlich abgeklopft hat. Zander im See sind stille Genießer, denn sie brauchen einfach mehr Zeit.

Tipp Angelkombination: Man bietet den Köder auf Zander am Grund an. Mit einer Grundbleimontage oder an einer übertief eingestellten Pose. Man kurbelt alle fünf Minuten ein paar Meter Schnur ein. So sorgt man für Bewegungsreize und sucht gleichzeitig eine größere Wasserfläche nach hungrigen Räubern ab. Das ist eine fängige Kombination aus Grund- und Spinnfischen.

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