Nachtangeln auf Hecht führt auch zum Fangerfolg

Hechtdrill

Hechtdrill und der Fisch landet gleich in den Kescher.

Viele Angler sind nicht davon überzeugt, dass Hechte auch in der Nacht fressen oder sogar beim Nachtangeln zu fangen sind. Ob am Tag oder in der Nacht, die

Angelmethoden sind identisch. Hechte rauben bei Tage und in der Nacht. Zum Auffinden der Beute setzt der Räuber seine drei Sinne ein, seine Augen, den Geruchssinn und die Seitenlinien. Diese drei Sinnesorgane werden als Signal zum Gehirn des Raubfisches geleitet und werden zu einem sinnvollen Jagdverhalten umgesetzt.

Nachtangeln auf Hecht im Sommer

Im Sommer beißen die Hechte und Zander gut beim Nachtangeln auf tote Köderfische wie auf Rotaugen, Brasse und Barsch. Die Fische werden in den Längen von 8 bis 12 cm angeködert. Die Köfis werden auf ein Stahlvorfach montiert und mit zwei Drillingen der Größe 10, nahe der Schwanzwurzel in den Köderfisch gesteckt. Der Köder wird auf Hecht, Zander und Aal in langsam fließenden Flüssen oder in Kanälen am Grund oder nah darüber angeboten.

Aalköder auf Hecht

Auch mit Aalstücken als Köder (1,5 cm dick, 8 cm lang), die ganz frisch sein müssen, fängt man Aale, Zander und Hechte gut darauf. Bei kälterem Wasser im Herbst und Winter ist ein Stück Aal besonders ein erstklassiger Köder auf Hecht. Das Aalstück sollte 2,5 cm dick und 15 cm lang sein, angeködert an zwei Drillingen der Größe 6.

Nachtangeln im Herbst auf Hecht

Im Herbst, wenn es früh Dunkel wird, kann das Spinnfischen auf Hecht überaus lohnend sein. Für viele Hechtangler ist der Hecht ein klassischer Augenräuber, dem man ausschließlich tagsüber überlistet. Aber das Nachtangeln kann man nicht nur auf Zander erfolgreich ausüben, sondern auch auf Esox.

Die Ausrüstung zum Angeln auf Hecht beim Nachtangeln ist die gleiche wie auch in der Tageszeit. Gute Köder sind große Gummis (große Twister und 23er Gummifische), die langsam über Grund (kein wildes hüpfen) geführt werden, die den Hecht zum Kescher bringt. Eine Kopflampe, Kescher und eine handvoll Köder reichen in der Nacht am Wasser aus. Zudem muss man das Gewässer im Dunkeln genau kennen und am besten einen zweiten Angelfreund dabei haben. Um einen Großhecht in der Nacht drillen und zu landen braucht man helfende Hände.

Foto: Von Ray Dumas – cc

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