Aalangeln im Flachwasser

Nachtangeln auf Aal

Aalangeln in der Nacht – Foto von Nick Fithen

Aale halten sich zwar in tiefen Gumpen in Verstecken auf, die ihre Tageseinstände sind. In der Dunkelheit ziehen sich die Schlängler zu denRieselstrecken und sauerstoffreiches Rauschen hin, um Kleingetier und Brutfische zu fressen. Im Niedrigwasser zwischen den Steinen der Rauschen, wenn der Fluss müde dahin rieselt, kann man Aale mit leichten Bleien beangeln, mit denen man eine bessere Bissanzeige hat.

Auch im ganz flachen Wasser, dass glasklar und ruhig durch die Ebene hahin fließt, weisen oft einen reichen Bestand an Wasserpflanzen auf. Dort unter den Pflanzenblättern sind auch die Ruhezonen der Aale. Wer seine Köder in der Nacht dort auslegt wird seine Aale fangen. Voraussetzung ist, dass man mit stabilen Gerät angelt (30er Mono als Vorfach, 33er Hauptschnur und eine starke Grundrute).

Die drei besten Köder zum Aalangeln

Der gute alte Tauwurm, Dendrobena-Würmer und der Köderfische sind zum Aalangeln super. Mit diesen Ködern werden werden von Anglern die meisten Aale gefangen. Und diese Köder lassen sich auch sehr einfach geruchintensiver und damit noch fängiger machen. Vorher sollte man vor dem Beködern keine Nikotinhände haben und auf das Rauchen verzichten. Dann wird ein Tauwurm aufgepeppt. Statt ihn im Stück anzuködern, schneidet man ihn in drei Stücke und zieht sie auf einem Haken der Größe 4 bis 6. Ähnlich kann man das auch mit 3 Dendrobenas machen, wobei einer nicht zerschnitten wird.

Das Ganze wirkt sehr lebhaft unter Wasser und lockt so mit Geruch und Bewegung die hungrigen Aale an. Auch einen toten Köderfisch kann man geruchstechnisch verbessern. Statt ihn einfach nach dem Töten direkt anzuködern, wird er vorher etwa 30 bis 40 Mal mit einer Ködernadel durchstochen. Wichtig dabei ist es auch, dassauch einige Male der Kopf durchstochen wird. Die hier ausgetretenden Säfte üben einen ganz besonderen Reiz auf die Aale aus. Dieser perforierte Köfi führt definitiv zum besseren Fangen von Aale als ein unbehandelter.

Können Fische riechen?

Der Aal hat eine Supernase mit seinen langgestreckten Nasenhöhlen. Er nimmt einen Fingerhut voll Rosenöl wahr, in die Wassermenge des Bodensees gemischt.

Eine recht gute Nase hat der Karpfen. Wenn er schwimmt, wird Wasser durch seine Nasenhöhlen bewegt und er registriert automatisch den Geruch von Nahrung.

Der Hecht ist kein Nasenfisch. Das sieht man an seinen kleinen Nasengruben, deren Ein- und Austrittsöffnungen nahe beieinander liegen. Der Fisch raubt eher mit dem Auge.

Mit Duftstoffe Fische fangen

Viele Angler glauben an Duftstoffen und setzen verschiedene Variationen beim Angeln ein. Tatsächlich suchen die meisten Fische ihre Nahrung mit der Nase als mit den Augen.

Aalangeln: Bester Aalköder
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