Fangmonate zum Fische angeln

Angeln im Winter: Zwei Damen fischten erfolgreich im Jahr 1931 beim Eisangeln.

Angeln kann man in jeden Monat der Jahreszeiten und auch Fische fangen, wenn man deren Beißverhalten beachtet. Hier beschreiben wir, welche Fischarten man im Süßwasser in den 12 Monaten des Jahres so fischen kann. Die meisten Fische sind Fleischfresser, dass heißt allerdings nicht, dass alle Fische nur andere Fische oder ähnliche große Beute jagen. Die Hauptnahrung der Fische bilden verschiedene am Grund oder im Wasser lebende Organismen, Insektenlarven, Weichtiere und kleine Plankton-Krustentiere. Die Bedeutung der Süßwasserfische für die Ernährung ist zwar unvergleichlich kleiner als die der Meeresfische, aber dennoch nicht ohne Wichtigkeit.

Fangmonate für Fried- und Raubfische – Angeln in allen Jahreszeiten

Fische angeln im Januar

Viele Angler scheuen das Angeln im Januar wegen der Kälte und oft kommt noch Schnee und Eis dazu. In manchen Gegenden beginnt die Schonzeit für den Hecht und doch können noch andere Fischarten geangelt werden. Für den Huchenfischer ist im Januar die Saison noch nicht beendet. In der Morgendämmerung oder an den Tagen mit Schneetreiben sind die besten Fangaussichten ihn in den Kescher zu bekommen. Mit dem Eisangeln ist der Barsch und Zander ein Zielfisch, die in großen Schulen in den tieferen Wasserregionen stehen. Mit einem kleinen Pilker von etwa vier bis acht Zentimeter kann man die Raubfische am Haken bekommen. Die Rotaugen/Plötzen beißen auch bei bitterer Kälte. Wer jedoch im Januar eine ganze Nacht am Gewässer auf Aalquappen fischen möchte, der muss sich jedoch schon überwinden.

Fischen im Februar

In diesem Monat angeln nur Spezialisten. Da beißt die Quappe in der Nacht, die am Tage ein verstecktes Leben unter Steinen, Wurzeln und sonstigen Unterständen führt. Fangen kann man die Quappe am besten mit einer Grundrute. Am Haken 1 bis 4 bietet man am besten einen großen Tauwurm an. Die Rotaugen bevorzugen im Winter bestimmte Standorte. Hat man die ausgekundschaftet, bietet man die Köder an nicht zu kleinen Haken (Größe 8 bis 10) am besten drei bis vier Zentimeter über dem Gewässerboden an. Barsche beißen auch im Februar, die bevorzugt an Bodenabfällen stehen. Der Köder (Würmer, kleine Fische) wird auch hier kurz über den Grund präsentiert. Wer in der Lage ist auf den Huchen fischen zu können, der sollte das mit einer starken Wurfrute mit einem Blinker tun. Die Standorte der Huchen sind im Strudel hinter Wehren und den tieferen Stellen der schnell fließenden Flüsse zu suchen.

Fische angeln im März

Im März kommt die Sonne merklich höher und kältescheue Angler werden unruhig. Freilich, viel zu fangen gibt es im März noch nicht und doch kann man sich auch an der erwachenden Natur erfreuen. Welche Fische kann man im März angeln? Die begehrten großen Karpfen sitzen noch alle   dösend irgendwo am Bodengrund verborgen in Schlamm. Der Hecht hat noch Schonzeit und ist auf Partnersuche. Mit feinem Angelzeug können jetzt mit lebenden Ködern (springlebendige Rotwürmer) Rotaugen und Rotfedern geangelt werden. Die Fische stehen noch verhältnismäßig im tiefen Wasser. Mit aufgeweichten Brotkrumen kann man anfüttern und dadurch werden noch andere Weißfische zum Angelplatz angelockt. Größere Barsche und auch manchmal einen Döbel (Aitel) kann man mit dem kleinen Blinkern erbeuten, ganz ohne Behinderung von sonstigen Pflanzenbewuchs im Wasser. Ende März beißt auch schon mal die Schleie und auch der Aal im flachen Wasser. Geschont werden sollten jetzt noch die Winterlaicher, sie haben gerade mit dem Laichgeschäft abgeschlossen und haben noch Ruhe verdient.

Fliegenfischen lieben Frauen.

Fische angeln im April

Von Tag zu Tag wird es wärmer. Die Natur erwacht und es grünt und blüht überall. Jetzt halten es Petrijünger nicht zu Hause aus, denn es sind gute Fischfänge zu erwarten. Die ansteigenden Wassertemperaturen machen den Aland, Döbel, Nase und Hasel schon recht munter. Der Karpfen, die Plötze, die Brasse und die Rotfeder stehen noch verhältnismäßig recht tief und sind am besten mit einer leichten Grundangel zu fangen.

An sonnigen und warmen Tagen ist im April der Insektenflug recht lebhaft. Das Fischen mit der Trockenfliege auf Bachforellen verspricht gute Erfolge. An kühlen, regnerischen Tagen wird man allerdings die Forellen mit der Nassfliege, mit der Nymphe oder dem Streamer an der schnell sinkende Schnur der Flugangel auf dem Grunde des Gewässern zum Anbiss reizen. Im Süddeutschland lassen sich in den großen und tiefen Seen Seeforellen und Saiblinge fangen. Die Salmonidenarten kann man vom Ufer aus mit einer leichten Spinnrute überlisten. Auch der Aal wird langsam aktiv und zieht die Flüsse hinauf.

Fische angeln im Mai

Der Wonnemonat Mai bringt außer Sonne uns auch die Eisheiligen und die Kalte Sophie. Außerdem  kommen auch im Mai schwüle Tage mit ordentlichen Gewitterschauern, an denen sich der Insektenflug voll entfaltet. Jetzt geht es auf die Pürsch, um die Äsche und Forelle nachzustellen. Die Fische genießen in vielen Gegenden keine Schonzeit mehr. Im Mai kommt der Karpfen, Döbel und Aland so richtig in Bewegung, die man mit Schwimmbrot an der Oberfläche beangeln kann. Die Schonzeit der Hechte und Zander ist im Mai vorüber, die man z.B. mit Blinkern zur Strecke bringt. Der gesamte Monat Mai mit den Schönheiten der Natur bringt große Abwechslung für den Fischfang.

Angelmonat im Juni

Der Juni ist ein guter Angelmonat für passionierte Stippangler auf Karpfen, Rotauge, Rotfeder, Brasse und Aland, die jetzt abgelaicht haben. Es sind begehrte Speisefische zwar mit viel Gräten, die man zu Dutzenden mit den richtigen Angelgeräten in den Setzkescher bekommt. In der Küche bei viel Begabung kann man leckere Bissen daraus zaubern. Besonders als Köderfische für Raubfische ist die Plötze und die Rotfeder nicht wegzudenken. Der Hecht, Zander, Rapfen und der Flussaal sind im Juni beliebte Raubfische, denen Angler besonders nachstellen.

Fische angeln im Juli und August

Durch die sommerlichen Temperaturen herrscht an den Gewässern ein großes Nahrungsangebot für alle Fische. Alle Salmoniden steigen an warmen Tagen nach den Insekten. Für den begeisterten Fliegenfischer bestehen daher die besten Aussichten auf reichen Fang mit der Trockenfliege. Die Äsche überlistet man nur mit den feinstem Vorfach. Am frühen Morgen oder in der Abenddämmerung beißen Zander, Barsche, Aal und Hechte. Karpfen- und Schleienansitz lohnen sich immer mit der richtigen Anfütterung.

Fischen im September

Für den Fliegenfischer ist der September ein reizvoller Monat. Die Forelle hat noch keine Schonzeit. Die Äsche ist sehr beißfreudig. Es können noch fast alle Fischarten gefangen werden.

Fische angeln im Oktober

Der Monat Oktober lohnt immer für das Raubfischangeln auf Zander, Hechte, Barsche und Welse. Für den Zanderfang ist das Fleisch von einer Wollhandkrabbe ein super Ausnahmeköder. Auch gute Äschenfänge sind möglich und die Friedfische beißen etwas zaghafter und bringen gute Gewichte auf die Waage.

Fische fangen im November und Dezember

Im November und Dezember sind nur wenige Angelspezialisten am Fischwasser unterwegs. Die Aale, Karpfen und Schleien befinden sich in der Winterruhe. Alle Forellen haben Schonzeit. Die Friedfische kann man auch nicht mehr aus den tiefen Wasserregionen empor locken, nur der Döbel und der Aland sind eventuell noch bereit in größeren Tiefen zu beißen. Wenn im Dezember Nachtfröste kommen, ist immer noch ein guter Zeitpunkt auf Hecht und Quappe zu fischen. Wer jetzt noch größere Angelerlebnisse genießen möchte, fährt am besten an die Ostsee zum Hochseeangeln auf Dorsche. Das Jahresende bedeutet, dass die Angelsaison mit abwechslungsreichen Angelerlebnissen mit vielen gefangenen Fischarten zu Ende geht. Das neue Jahr zum Angeln beginnt von vorne.

1. Foto: Bundesarchiv, Bild 102-12790 – CC-BY-SA 3.0
2. Foto: cc – Fish that broke the Sage – von Bugeater