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Der Rapfen / Schied (Aspius aspius)

Rapfen

Äußerliche Kennzeichen der Rapfen Fisch Steckbrief:

Foto Rapfen

- ein Karpfenfisch mit langgestreckten Körper, der seitlich nur wenig abgeflacht ist
- der Rücken meist graublau, die Seiten sind silbrig und der Bauch weiß
- das Maul ist groß und breit, seine Maulspalte reicht bis unter die Augen und wirkt durch den vorgezogenen Unterkiefer leicht oberständig
- Der etwas verlängerte Unterkiefer besitzt einen Höcker, der in eine Kerbe des Oberkiefers passt
- Afterflosse ist tief eingebuchtet bis sichelförmig ausgeprägt
- Rücken- und Afterflosse sind konkav
- der Rapfen hat entlang der Seitenlinie 65 - 74 kleine Schuppen

Lebensräume: Der Rapfen lebt in Flüssen Mitteleuropas, östlich des Rheins, in Osteuropa bis zur Wolga. Sein südlichstes Vorkommen ist das Stromgebiet der Donau, sein nördlichstes Südschweden und der Süden Finnlands.

Lebensweise von Rapfen: Der Rapfen ist ein Oberflächenjäger und bevorzugt überwiegend schnellfließende Gewässer und kommt aber auch in größeren Seen, Altarmen und Haffen vor. Die Jungfische leben in kleinen Schulen in Ufernähe und ernähren sich von Anfluginsekten und Kleintieren. Mit zunehmenden Alter werden sie zu Einzelgängern, die sich in der Flussmitte aufhalten. Er ist der einzige europäische Karpfenfisch, der sich ausschließlich räuberisch von kleinen Fischen ernährt. Es wurden vom Rapfen auch ausgedehnte Wanderungen bis zu 160 Kilometer nachgewiesen.

Größe: Die Durchschnittsgrößen betragen zwischen 40 und 60 cm, aber Längen bis zu 1 m und Gewichte über 10 kg kann der Rapfen erreichen. Er kann bis zu 12 Jahren alt werden.

Fortpflanzung: Die Laichzeit findet von April bis Juni statt. Die Eier werden an stark überströmten Kiesbänken abgelegt. Ein Weibchen kann 100.000 bis 500.000 Eier ablaichen, die am Geröllgrund haften. Die Männchen zeigen in dieser Zeit einen starken Laichausschlag. Die nach ca. 2 Wochen schlüpfenden Jungfische werden durch die Strömung in ruhigere Wasserzonen getrieben und ernähren sich anfangs von tierischem Plankton. Ab ca. 12 Wochen stellen sie dann bereits anderen Fischen nach. Der Rapfen wächst recht schnell, die Geschlechtsreife tritt im 4.-5. Lebensjahr ein.

Angeln auf Rapfen mit Montage-Empfehlung: Mittlere Spinnausrüstung, Stationärrolle mit hoher Übersetzung, tiefgeführte schlanke Löffelblinker mit stark Kontrasten Farben und fingerlange Wobbler (Rapfenbleien, Streamern, Löffelblinker), den Rapfenköder immer schnell führen. Große Rapfen verlangen dem Angler eine Menge Geduld und Drillerfahrung ab. Erst wenn sie völlig ermattet sind, darf zum Kescher gegriffen werden. Wasserkugelmontage mit kleinen Köderfisch schleppen, beste Fangzeiten Mai - September

Zahlreiche Fangmeldungen belegen, dass man kapitale Rapfen am meisten mit dem Köderfisch fängt. Danach folgt der Gummifisch und Wobbler, die eigentlich für den Hecht gedacht sind. Man kann durchaus mit großen Ködern auch große Rapfen fangen. Da große Rapfen Einzelgänger sind, sind sie sehr schwer gezielt zu beangeln.

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