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Seehase (Cyclopterus lumpus)

Seehase

Äußerliche Kennzeichen Steckbrief der Seehase:

- blaue bis schiefergraue Färbung, die Haut ist schuppenlos
- plumper, massiger hochrückiger Körper mit mehreren Reihen von Knochenhöckern
- vier Dornreihen auf der Flanke und einer Saugscheibe auf dem Bauch
- die erste Rückenflosse ist mit dicker Haut überzogen
- die Milchner zeigen während der Laichzeit eine rötliche Bauchpartie
- Seehasen besitzen keine Schwimmblase
- sie gehören zu der Gruppe der Scheibenbäuche

Lebensräume des Seehasen: Östlicher Nordatlantik, Nordküste von Irland und England (Schottland), Süd- bis Mittelnorwegen, auch in der Ostsee.

Lebensweise des Seehasen:

Lebt in Tiefen bis zu 200 m auf harten steinigen Böden, zum laichen zieht er jedoch in flachere Gewässer. Mit ihrer Saugscheibe am Bauch, können sich die Tiere am Untergrund und an Steinen anheften, so dass ihnen auch starker Seegang und heftige Strömungen nichts anhaben können.

Sie ernähren sich von kleinen Fischen, Krebstieren und besonders von Rippenquallen.

Die Männchen werden bis zu 40 cm und die Weibchen bis zu 50 cm groß, diese können dann bis zu 8 kg schwer werden. Da sich Seehasen überwiegend von Quallen ernähren, die wenig Kalzium enthalten, haben sie ein hauchdünnes Skelett von nur wenigen Gramm.

Laichzeit des Seehasen: Zwischen Februar und Mai wandern die Seehasen in die flacheren Gewässerregionen, um ihre gelblich-rosafarbenen Laichballen an Seetangstengeln oder in Felsspalten abzulegen, die jeweils über 100.000 Eier enthalten können. Die Weibchen wandern anschließend wieder in tiefere Gewässerschichten ab. Die Männchen bewachen die Eier noch wochenlang und befächeln sie mit frischem Wasser. Gegen Fressfeinde verteidigen sie todesmutig und energisch die Brut. Die Larven schlüpfen nach 60 - 70 Tagen aus und haften sich an treibenden Seetang, wo sie dort durch ihre perfekte Tarnung kaum zu erkennen sind. Nach etwa einem Jahr wandern sie in tiefere Regionen ab, um heranzuwachsen. In 2 – 5 Jahren, wenn sie geschlechtsreif sind, kehren zu ihren Geburtsstätten zurück um dort selbst zu laichen.

Da das Fleisch des Seehasen sehr wasserhaltig ist und einen faden Geschmack hat, werden sie von Hobbyanglern nicht gezielt beangelt. Die Fischer fangen den Seehasen wegen seines Rogens, der als falscher Kaviar (deutscher Kaviar) verkauft wird.

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