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Angeltipps - Schweden

Lizenzen: In Schweden braucht ihr keinen Jahres-Fischereischein, für die meisten Gewässer muss jedoch ein Erlaubnisschein (Angelkarte) gekauft werden. Frei ist das Angeln mit Handgerät in den fünf größten Seen (Vänern, Vättern, Mälaren, Hjälmaren und Storsjön) sowie im Meer. Eine Ausnahme besteht aber beim Lachsfang an der Küste Norrlands. Die Angelkarte bekommt ihr in Touristenbüros, Sportgeschäften und manchmal auch an Tankstellen. Sie kostet ab 5 Euro pro Tag, für Angelgewässer mit Edelfischen kann sie auch mal 25 Euro am Tag kosten.

Entnahmeregelungen: Schonzeiten, Schutzgebiete und Fangbegrenzungen sollten von jedem Angler akzeptiert und beachtet werden, um die Biotope nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen. Z. B. sind vier Hechte pro Angler und Tag erlaubt und dürften locker ausreichen um mehr als pappensatt zu werden. Auch Catch&Release ist eine Überlegung wert. Welcher Angler braucht schon 50 oder mehr Hechte in der Woche? Und wer hat am Ende etwas davon, wenn es durch Überfischung keine Chance mehr auf kapitale Fänge gibt?

Mindestmaße/Schutzzonen: In den örtlichen Touristikbüros erhaltet ihr Auskunft über Einschränkungen, Mindestmaße und Schutzzonen. Absolutes Tabu ist das Angeln in privaten Gewässern. Alles weitere könnt ihr beim Sveriges Fritidsfiskares Riksvörbund (Reichsverband Schwedischer Freizeitangler) erfragen: Box 14114S - 10441 Stockholm Tel.: 08 67 70 40

Jedermannsrecht (Allemansrätten): - Den meisten Schweden-Urlaubern ist das Erleben der Naturlandschaften besonders wichtig. Damit die Natur mit Flora und Fauna weiterhin so schön bleibt und für alle erhalten werden kann, sollten einige Leitsätze befolgt werden, die im Jedermannsrecht verankert sind. Wer nach der Devise: "Nicht stören, nicht zerstören" handelt, hat die wesentlichste Regel schon berücksichtigt.
- So darf man sich in der Natur frei bewegen, davon ausgenommen sind jedoch (auch nicht eingezäunte) Hausgrundstücke. "Außer Sichtweite bleiben" heißt die Devise.
- Gezeltet werden darf eine Nacht ohne Einwilligung des Grundeigentümers, allerdings nicht auf landwirtschaftlichen Nutzflächen oder in der Nähe von Wohn- und Ferienhäusern. Gruppen müssen in jedem Fall um Erlaubnis fragen. Mit Camping- oder Wohnmobilen sollten Campingplätze allein schon auf Grund der Entsorgungvorrichtungen angesteuert werden.
- Mit motorisierten Fahrzeugen darf nicht im Gelände gefahren werden.
- Besondere Vorsicht ist beim Feuermachen geboten. Lagerfeuer sind nur erlaubt, wenn keine Waldbrandgefahr herrscht. In Natur- oder Nationalparks ist es meistens verboten. Für Schäden ist der Verursacher in vollem Umfang haftbar. Auf Felsen und Klippen dürfen nie Feuer entzündet werden, da die Steine durch Hitze bersten können.
- Abfälle dürfen nicht zurückgelassen werden.
- Im Wald und Flur können Blumen und Beeren gepflückt, Pilze, herabgefallene Zweige und Reisig gesammelt werden. Geschützte Pflanzen und alle Orchideen sind davon ausgenommen. Pilze müssen grundsätzlich abgeschnitten und nicht ausgerissen werden, da sonst keine mehr nachwachsen.
- Baden ist außer in Schutzgebieten überall erlaubt. Mit dem Boot kann außer an Hausgrundstücken und an Privatstegen überall angelegt werden.
- Hunde müssen zwischen dem 1. März und 20. August angeleint, aber auch sonst immer beaufsichtigt werden.
- Beim Angeln sind unbedingt die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten.

Militärische Schutzgebiete: Es gibt große militärische Schutz- und Kontrollbereiche. - An der Westküste vor Göteborg. - An der Ostküste vor Stockholm und nördlich Gotland. Diese Schutzgebiete und ihre Grenzen dürfen auch von nicht - schwedischen Fahrzeugen durchfahren werden. Anlegen und ankern darf man nur an den von der Regierung freigegebenen Plätzen.

Bootshaftpflichtversicherung: Für Wassersportfahrzeuge besteht in Schweden kein Haftpflichtversicherungszwang. Der Abschluss einer solchen Wassersporthaftpflichtversicherung ist aber für alle Tourenbootfahrer zu empfehlen.

Nautische Unterlagen: Die Seekarte ist auch im Zeitalter der elektronischen Ortsbestimmung nach wie vor die wichtigste nautische Unterlage und gehört auf jedem Kartentisch. Für das Schärengewässer sollten auf jeden Fall Karten mit großem Maßstab gewählt werden, es empfehlen sich hier die guten schwedischen Sportbootkarten der Serie C, Ostküste und der Serie B, Westküste. Als Hafenhandbücher sind empfehlenswert: die Ringbücher herausgegeben vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie und dem Deutschen Seglerverband für die jeweiligen Gebiete und natürlich zusätzlich die Törnführer aus dem Delius Klasing Verlag z.B.: "Rund Schweden" von Gerti und Harm Claussen. Weiteres Infomaterial erhält man in den Informationsbüros der jeweiligen Kommunen

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